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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für Oktober 2017
... ein goldener Oktober mit neuen Höchstständen


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

nach 0,69% im September hat der MBUI im Oktober nochmals 0,48% zulegen können. Die Volatilität (berechnet auf Basis täglicher Anteilspreise seit Fondsauflage) ist auf einen Rekordwert von 2,27% gesunken. Seit Jahresanfang beträgt die Volatilität sogar lediglich 1,86%. Hätte es am 31. Oktober nicht einen einmaligen Reformationsfeiertag gegeben, so hätte der MBUI den Monat mit einem Allzeithoch abgeschlossen, welches sich aufgrund des Feiertages nun möglicherweise (wir wollen ja nichts vorwegnehmen) in den November verlagerte.

Lesen Sie in diesem Update des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs, was mir eine Erwähnung wert war, was mich aufregte oder erfreute. Lesen Sie aber auch, wie die immer wieder angesprochene Phasenkorrelation der Zielfonds auf der untersten Zeitebene in der Praxis funktioniert. Dazu gehe ich in dieser und in den nächsten Ausgaben sehr ins Detail.

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Ihr/Euer Jürgen Dumschat


Dienstag, 03.10.2017

Tag der deutschen Einheit - heute bleiben die Börsen in Deutschland geschlossen und dementsprechend wird für Fonds mit deutscher ISIN kein Anteilspreis für heute ermittelt. Doch die in Luxemburg, Frankreich oder Irland aufgelegten Fonds ermitteln natürlich ihre Anteilspreise. Der Anteilspreis des MBUI für heute wäre (ohne Berücksichtigung der fünf in Deutschland aufgelegten Zielfonds) auf 104,94 Euro gestiegen. Damit fehlen nur noch 13 Cent bzw. 0,12% bis zum bisherigen Allzeithoch. Schafft der MBUI im Oktober ein neues Allzeithoch?

Mittwoch, 04.10.2017

Heute übertraf der DAX sein Allzeithoch vom 19.06.2017. Insgesamt 19 MBUI-Zielfonds haben seitdem ein neues Allzeithoch erreicht - teilweise erheblich früher als der DAX. Sie wissen schon: Wer weniger verliert ... Das Allzeithoch des EuroSTOXX 50 TR datiert bereits vom 16.05.2017. Bislang konnte dieses noch nicht wieder erreicht werden. Aktuell (16:30 Uhr) fehlen aber nur noch 0,67% zu einem neuen EuroSTOXX-Höchststand. Auch der MBUI sollte heute wohl ein neues Hoch erreichen - der Anteilspreis wird ja stets erst am Folgetag gegen 11:30 Uhr publiziert.
Freitag, 13.10.2017

Es bringt hoffentlich kein Unglück, dass ich am Freitag, den 13. entscheide, den "FvS Multiple Opportunities" auszutauschen. In diesem Fall ist der Bessere einfach der Feind des Guten. Und der Bessere ist für mich gewiss nicht einfach der Fonds mit der besseren Performance - das dürfte sich wohl schon rumgesprochen haben. Die Entscheidung fällt stets im Gesamtkontext der MBUI-Zielfonds. Dabei hat jede neue Allokation oder Nachinvestition auch Auswirkungen auf die Zusammensetzung des bisherigen Portfolios. Um es vorwegzunehmen: Ein wesentlicher Punkt war das deutlich kleinere Fondsvolumen und die damit deutlich höhere Flexibilität bei der Umsetzung von Anlageideen, so dass ich dem ausgesuchten Fonds auch künftig eine adäquate Wertentwicklung zutraue.

Seit geraumer Zeit schon schaue ich mir zwei globale flexible Mischfonds an, die mit ihrer Entwicklung beeindrucken. In beiden Fällen handelt es sich um Mischfonds, die u.a. auch auf Events setzen. Dies gilt sowohl im Aktienbereich als auch (bspw. hinsichtlich relevanter Anlagebedingungen bei Firmenübernahmen etc.) im Anleihenbereich. In beiden Fällen ist ein Manager-Duo am Werk und in beiden Fällen können die Manager auf eine erfolgreiche Tätigkeit im Vorfeld der eigenen Firmen- und Fondsgründung verweisen, was dazu führte, dass in beiden Fällen das Volumen der Insti-Anteilsklasse ein deutlich höheres Volumen verwaltet als die jeweilige Retail-Anteilsklasse.

Dass ich an dieser Stelle nur den grafischen Eindruck der Performance-Entwicklung präsentiere, soll bitte nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine Reihe weiterer Punkte abgeprüft wurden, die allesamt für den nun künftig "Flexibler Mischfonds 1" genannten MBUI-Zielfonds sprechen. Dazu gehört u.a. natürlich die geringere Schwankung und der geringere Drawdown im Vergleich zu den beiden anderen Fonds. Auch wird beim Blick auf die Grafik klar, dass der neue Zielfonds der einzige ist, der jüngst (tatsächlich war es gestern) ein neues Allzeithoch erreichen konnte.


Es sollte auch klar sein, dass ich - allen guten Entwicklungen in diesem Jahr zum Trotz - in einen Fonds mit einer solch kurzen Historie nicht investiert hätte, ohne den Background der Manager und die Ernsthaftigkeit ihrer Arbeit einschätzen zu können.

Und damit keine Zweifel aufkommen: Der Austausch des FvS-Fonds hat absolut nichts mit der jüngst geänderten Morningstar-Bewertung dieses bislang allokierten Fonds zu tun. Schließlich bin ich gewiss nicht der Anlegertyp bzw. Fondsmanager, der einen Fonds wegen einer - in diesem Fall leicht nachvollziehbaren - Schwächephase eliminiert. Aber in einem Dachfonds, in dem nur ca. 30 Fonds investiert werden, können nun mal nicht 80 positiv bewertete Fonds Platz finden und so müssen Prioritäten gesetzt werden.

Der FvS-Fonds ist damit tatsächlich erst der dritte Fonds, der seit Auflage des MBUI ausgetauscht wurde. Bezogen auf das jeweilige Fondsvolumen zum Zeitpunkt des Austauschs liegt damit die Umschlaghäufigkeit bei knapp über 6% des Fondsvolumens. Von hektischem Aktionismus kann man da wohl eher nicht sprechen.

Ein Beweggrund für den Austausch ist dabei natürlich auch - wie schon angemerkt - das deutlich geringere Fondsvolumen (aktuell noch weit unter 100 Millionen Euro), mit dem ein solches Mischfonds-Konzept natürlich flexibler umgesetzt werden kann als mit einem mehr als 16 Milliarden großen Volumen (denn hier müssen ja der Originalfonds und die Version II zusammen betrachtet werden).

Natürlich ist auch klar, dass diesen Fonds mit seiner kurzen Historie in Zukunft noch deutlich höhere Drawdowns als bislang erwarten. Dies berücksichtige ich natürlich im MBUI-Risikobudget, welches anhand des DRI offenbart wird.

Donnerstag, 19.10.2017

Auf den Tag genau 30 Jahre ist es nun her, dass die Börsen uns lehrten, dass es auch ohne Weltwirtschaftskrise oder Weltkrieg zu heftigsten Verlusten kommen kann. Der „schwarze Montag“ bescherte dem Dow Jones einen Drawdown von 22,6% an nur einem Tag. und schickte bspw. den „DWS Vermögensbildungsfonds I“ in der Folge mit rund 27% Drawdown auf eine den Investmentprofis bis dahin unvorstellbare Talfahrt.

Hätte damals jemand prophezeit, dass es binnen weniger Jahre auch doppelt so schlimm kommen könnte, so hätte man ihn glatt für verrückt erklärt. Doch schon in der nächsten heftigen Krise belief sich der Drawdown des DWS-Fonds auf 55,41%.

Anlegerdepots können in solchen Situationen nicht ausweichen und auch ein Dachfonds-Manager hätte keine Chance, sein Portfolio innerhalb weniger Stunden völlig neu auszurichten. Helfen kann da nur, jederzeit auch für solche Situationen gewappnet zu sein. Natürlich würde ein solcher Crash auch am MBUI nicht spurlos vorübergehen. Aber es bestünde (gemessen an den seinerzeitigen Entwicklungen und den heutigen Möglichkeiten, ein Portfolio risikobewusst aufzustellen) auch keine Gefahr, dass die maximale Drawdown-Toleranz von 10% gerissen worden wäre.

Freitag, 20.10.2017

Der „Versicherungs-Mischfonds“ hat weiter zugelegt. Nun fehlen nur noch 2,60% bis zum Allzeithoch. Damit sind schon mehr als zwei Drittel des „Hurrikan-Eibruchs“ wieder aufgeholt.

Ich erhöhe die Zielallokation auf 3,50%. Mancher mag sich nun fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, sofort nach dem Drawdown von über 8% zu investieren. Klares Statement: Ja, natürlich wäre das besser gewesen - vor allem, wenn man es im Nachhinein betrachtet. Doch wäre die Nachinvestition nach dem außerordentlich hohen Drawdown eher spekulativer Natur gewesen, während ich nun weitere Erfahrungen mit der Expertise und der Zuverlässigkeit (inklusive einer ständigen und transparenten Kommunikation, deren Statements sich dann auch in der Praxis wiederfinden) des Fondsmanagements gemacht habe, die mir den "Versicherungs-Mischfonds" trotz dieses hohen Drawdowns als zuverlässiges und marktunabhängiges Investment bestätigen.

Montag, 23.10.2017

Zurück aus dem Urlaub, wobei ich nur bestätigen kann, dass man einen Fonds von jedem Platz der Welt aus managen kann, denn selbst auf hoher See gibt es inzwischen zuverlässige WLAN-Verbindungen, die es mir ermöglichten, die Entwicklung täglich zu überwachen, um notfalls (was allerdings nicht nötig war, da der MBUI in der ersten Wochenhälfte drei Tage in Folge jeweils ein neues Allzeithoch markierte) eingreifen zu können.

Auch das Ordern ist kein Problem, wobei die Nachinvestition in den "Versicherungs-Mischfonds" zwar während meines Urlaubs veranlasst wurde, jedoch erst am Freitag dieser Woche über die Bühne geht, so dass die Liquidität für diese Order per Monatsende auf dem Cashkonto verbleibt, da die Abrechnung der Investition erst am 02. oder gar 03. November erfolgen wird.

Da dem MBUI in der letzten Woche nahezu eine halbe Million Euro zugeflossen ist (vielen Dank an alle Beteiligten!), gebe ich zwei weitere Orders für Zielfonds, die deutlich unter die Zielallokation gerutscht sind, auf. Investiert wird in den "Alternative Multi Asset-Fonds 2" sowie in den "Aktienfonds mit flexiblem Exposure 2". Zusammen mit der Order vom Freitag letzter Woche stellt sich der DRI des MBUI damit auf 7,35%. Dabei muss stets berücksichtigt werden, dass es einige - meist noch jüngere - Fonds gibt, die irgendwann auch mal einen höheren als den bisherigen Drawdown zu verzeichnen haben werden. Keine Frage, dass dies bei der täglichen Aktualisierung des DRI von mir beachtet wird.

Mit dem "Aktienfonds mit flexiblem Exposure 2" wurde in den Zielfonds mit dem bislang höchsten Maximum Drawdown aller MBUI-Zielfonds nachinvestiert. Dessen Calmar Ratio liegt (berechnet seit Auflage des Fonds) allerdings bei 1,14, was für einen derart offensiven Fonds natürlich ein absoluter Spitzenwert ist. Kompensiert wird das hohe Drawdown-Risiko dieses Fonds durch die Nachinvestition in die beiden anderen Fonds, so dass der DRI insgesamt in etwa auf dem gleichen Niveau wie zuvor bleibt.

Die Transaktionskosten des Fonds liegen nun (berechnet seit Auflage des MBUI) bei 0,0356% des aktuellen Fondsvolumens - und damit nach wie vor deutlich unter der Zielmarke von 5 Basispunkten. In diesem Jahr sind sie mit 0,0174% natürlich deutlich geringer, da ja in diesem Jahr nicht das gesamte Fondsvolumen, sondern nur noch die weiteren Mittelzuflüsse investiert werden mussten.

Nach wie vor schade finde ich es unter diesen Umständen, dass auch unter Mifid 2-Regime die Transaktionskosten erst ab 2019 Bestandteil der in Euro und Cent für einen Zeitraum von fünf Jahren zu beziffernden Gesamtkosten werden.

Freitag, 27.10.2017

Durch Zufall entdecke ich, dass wir im Ranking von Asset Standard über einen Ein-Jahres-Zeitraum vier Sterne verliehen bekommen haben. Nun wird so mancher enttäuscht fragen: Warum nur vier? Ganz einfach: Auch bei Asset Standard sind wir in der Kategorie "VV-Flexibel" gelistet. Hier werden wir mit Fonds gemessen, die mehrheitlich ein deutlich höheres Risiko in Kauf nehmen als der MBUI. Schade, dass es die fünf Sterne erst gibt, wenn die nächste Krise bereits in vollem Gange (oder schon überwunden) ist. Das ist eben die Crux an Rankings bzw. auf Rankings basierenden Ratings: Sie beschreiben die Entwicklung der Vergangenheit im Vergleich zu anderen und geben keinerlei Anhaltspunkte bezüglich dessen, was für die Zukunft zu erwarten sein könnte. Angesichts der folgenden Vergleichszahlen bin allerdings recht zuversichtlich, dass die nächste Krise uns auch noch den fünften Stern bescheren wird:


Schon das Sechs-Monats-Ergebnis (per 30.09.2017) signalisiert dies, denn von der plötzlichen Talfahrt der Aktienmärkte seit Mitte Juni wurden sicherlich ebenso viele flexible Mischfonds überrascht wie vom plötzlichen Aufwärtstrend im September. Die Konsequenz: Der MBUI muss seine Allokation solchen Berg- und Talfahrten nicht anpassen und hat folgerichtig über diese sechs Monate ein deutlich besseres Ergebnis als der Durchschnitt der (ich sage es noch mal: nicht repräsentativen) Vergleichsgruppe.

Schaut man über längere Zeiträume (in der obigen Tabelle seit 01.01.1999), so wird es vollkommen klar: Der durchschnittliche Maximum Drawdown der Vergleichsgruppe liegt bei 38,88%. Was um alles in der Welt macht der MBUI in einer solchen Vergleichsgruppe? Schon bei einem Drittel dieses Drawdowns müsste ich überlegen, ob ich für das Management eines Fonds im Sinne der beschriebenen Strategie noch geeignet bin - ich hoffe zuversichtlich, dass es niemals so weit kommen wird.

Schade nur, dass der fünfte Stern erst zu erwarten ist, wenn der MBUI nur 5% Drawdown (statt 20% Drawdown vermeintlich vergleichbarer Fonds) hat. Da stellt sich zu Recht die Frage, was Anleger sich für die fünf Sterne kaufen können. Also freue ich mich erst mal über die vier Sterne, denn ich könnte in der aktuellen Phase auch ohne Weiteres mit drei Sternen gut leben.

Eins fällt mir allerdings auf: Das Mehrwerphasen-Histogramm des MBUI zeigt seit Auflage eine maximale Verlust- und Aufholphase von 120 Kalendertagen. Das sind jedoch nach meiner Rechnung knapp vier Monate und nicht - wie in obiger Tabelle - sieben.


Vielleicht würde das ja schon für den fünften Stern reichen :-)

Dienstag, 31.10.2017

Schon wieder ein Monat vorbei. Für den MBUI war es der Monat mit den höchsten Netto-Mittelzuflüssen seit der Seedphase im Mai/Juni 2016. Das Fondsvolumen legte um 1,73 auf 18,62 Millionen Euro zu. Vieles spricht dafür, dass der MBUI im November die 20 Millionen-Hürde nehmen könnte - ein Ziel, welches im LORIAC-Businessplan für Oktober 2018 auf der Agenda stand. Der Oktober brachte dem MBUI ein Plus in Höhe von 0,48% - alle Details dazu gibt es mit dem Monatsbericht, den alle Abonnenten des Fondsmanager-Tagebuchs ja bereits erhalten haben, wenn ich meine eher rudimentären Aufzeichnungen versandfertig aufbereitet habe.

Einen wichtigen Hinweis möchte ich aber an dieser Stelle wiederholen. Bislang wurde bei der Berechnung des DRI die Cashquote einbezogen. Da diese naturgemäß keine Drawdowns erleidet (sieht man mal von den aktuell vom negativen EONIA-Zinssatz ab), verringerte sich der DRI (also der Maximum Drawdown des MBUI unter der Annahme, dass alle Zielfonds ihren bisherigen Maximum Drawdown am gleichen Tag erleiden) mit höherer Cashquote und umgekehrt. Um die daraus resultierenden Schwankungen zu eliminieren, berechne ich den DRI ab sofort nur noch auf die Summe der Zielfonds-Volumina, so dass es bei einer Investition zu Lasten der Cashquote nur noch zu der Veränderung des DRI kommt, welche durch die jeweilige Investition tatsächlich ausgelöst wird.

Klartext: Wenn künftig in einen Fonds investiert wird, sieht man anhand der Veränderung des DRI die effektiven Auswirkungen unmittelbar. Bislang musste ich dies stets in einem separaten Rechenschritt ermitteln. Aber das ist ja bekanntlich nur einer von mehreren Parametern, der mir quantitative Hinweise liefert, ob die Erst- oder Nachinvestition eines Zielfonds die Entwicklung des MBUI begünstigen könnte. Neben der rein qualitativen Auswahl der potentiellen Zielfonds und der Auswirkung auf den DRI stehen beim MBUI bekanntlich die rollierende Calmar Ratio sowie die Phasenkorrelation im Mittelpunkt.

Die Phasenkorrelationstabelle auf monatlicher Basis kann man - jeweils zum Monatsultimo aktualisiert - auf der MBUI-Website nachvollziehen (direkter Link). Immer wieder habe ich aber darauf hingewiesen, dass die Korrelation der Fonds zu den Marktveränderungen von mir auch auf täglicher Basis verfolgt wird, was naturgemäß schon bei nur einjähriger Betrachtungsweise an Übersichtlichkeit vermissen lässt. Folgende Details interssieren mich bei der täglichen Betrachtung:
  • Wie hoch ist die Häufigkeit positiver täglicher Wertentwicklungen der MBUI-Zielfonds?
  • Wie häufig entwickelt sich der tägliche Anteilspreis eines MBUI-Zielfonds positiv, wenn sich mindestens zwei Drittel der MBUI-Zielfonds negativ entwickeln?
  • Wie häufig entwickelt sich der tägliche Anteilspreis eines MBUI-Zielfonds positiv, wenn der MBUI-Anteilspreis sich negativ entwickelt?
Bei allen ermittelten Zahlen interessiert mich die Veränderungsrate positiver Zahlen im Zeitablauf und insbesondere auch in Abhängigkeit von der längerfristigen Phasenkorrelation. Sieht man sich die entsprechenden Muster täglich an, so stellt man fest, dass bestimmte Fonds bzw. Fondskonzepte zuverlässigere Zahlen als andere bieten. Das Datenchaos wird vordergründig perfekt, wenn sich die ermittelten Daten durch Austausch eines bisherigen oder durch Hinzufügung eines neuen Fonds verändern. Die Frage, warum ggfs. Fonds A durch Fonds B ersetzt wird, beantwortet sich also gewiss nicht dadurch, dass die Wertentwicklung (auch risikoabhängig) von Fonds B einfach nur besser ist. Es kommt auf den Kontext der gesamten Daten und subjektiven Beurteilungen an, wobei die subjektive Beurteilung meist mit der Selektion für die Basisauswahl möglicher Zielfonds ihr Ende findet.

Subjektiv ist allerdings auch die mir eigene Vorsicht bei der Allokationshöhe eines Fonds. Bestes Beispiel hierfür ist der "Versicherungs-Mischfonds", dessen Zahlen durchaus dafür sprachen, ihn mit 4% des Fondsvermögens zu gewichten. Investiert wurde jedoch zunächst mit einem Ziel von 2%, ehe die Rebound-Entwicklung nach einem beachtlichen Einbruch des Anteilspreise exakt den - mir damit für die Zukunft zuverlässiger erscheinenden - Prognosen und Einschätzungen des Fondsmanagements folgte. Letztendlich erfolgte daraufhin die Aufstockung auf zunächst 3,5%, die bei anhaltend weiterer guter Entwicklung auf 4% erhöht werden dürfte.

Zurück zu den täglichen Anteilspreisentwicklungen der MBUI-Zielfonds: Die folgende Grafik für dieses Jahr zeigt, wie viele Zielfonds tagtäglich eine positive Entwicklung gegenüber dem Vortag aufgwiesen haben. Dabei ist die Bewertung teilweise zeitversetzt, denn es gibt Fonds, deren Wertfeststellung stets mit einem Tag Verzögerung in die Wertentwicklung des MBUI-Anteilspreises eingehen (auf die Besonderheit der Fonds mit wöchentlicher Anteilspreisermittlung gehe ich noch gesondert ein).


Tatsächlich ist es kein einziges Mal vorgekommen, dass alle 29 Fonds gleichzeitig einen höheren Anteilspreis als am Tag zuvor hatten. Umgekehrt gab es auch keinen Tag mit negativer Tagesperformance aller Zielfonds. Nur zweimal kam es in diesem Jahr bereits vor, dass jeweils nur zwei Zielfonds positiv performten.

Verfälscht wird dieses Ergebnis durch aktuell vier Zielfonds (samt und sonders Alternative-Fonds) die ihren Kurs nur einmal wöchentlich ermitteln. Einer dieser Fonds ermöglicht zudem den Handel per Monats-Ultimo, zwei weitere per Jahresultimo. Hier wird es schwierig mit der Vergleichbarkeit, wobei es aber eindeutig ist, dass genau diese vier Alternative-Fonds ganz maßgeblichen Anteil daran hatten, dass der MBUI die fast viermonatige Schwächephase der Aktienmärkte im Sommer (05.05. bis 25.08.2017) schadlos überstanden hat:


Aus diesem Grund ist es besonders interessant, auch die Tage zu berücksichtigen, an denen ein MBUI-Zielfonds gegenüber dem Vortag einen unveränderten Anteilspreis hatte, was ja bei den vier oben angesprochenen Zielfonds mit wöchentlicher Liquidität schon mal per se für nahezu 80% aller Tage gilt.

Weitere interessante Erkenntnisse dazu gibt es in den folgenden Ausgaben des Fondsmanager-Tagebuchs, um die Ausgabe für Oktober nicht über Gebühr ausführlich zu gestalten. Seien Sie gespannt, warum ausgerechnet der Fonds ausgetauscht wird, der am häufigsten positiv performt, wenn weniger als ein Drittel der MBUI-Zielfonds einen Wertzuwachs gegenüber dem Vortag realisieren können. Lassen Sie sich weiterhin überraschen, welcher Fonds, der ganz sicher in vielen Ihrer Kundenportfolios allokiert ist, nach dem absehbaren Austausch diese Spitzenreiterrolle im MBUI-Portfolio übernehmen wird.

Eine Anmerkung muss aber noch sein: Die Grafik mit der Zahl der auf Tagesbasis positiv performenden Zielfonds bezieht sich stets auf die aktuelle Allokation, weil mir für die Einschätzung der Beziehungen der Zielfonds zueinander natürlich die bereits ausgewechselten Fonds nichts nutzen. Im Gegenzug ist es von großem Interesse, wie sich ein erst später eingewechselter Fonds in die Gesamtallokation einfügt. So können unterschiedliche Szenarioanalysen für mehrere grundsätzlich in Frage kommenden Fonds durchgespielt werden.

Noch ein wenig Statistik für den endenden Monat: Sie Spannbreite der Ergebnisse der MBUI-Zielfonds reichte von minus 1,33% bis plus 3,60%. Am besten performte der "Versicherungs-Mischfonds", der - wie schon verschiedentlich erwähnt - die Aufholjagd seines durch die Hurrikan-Saison verursachten Drawdowns fortsetzte. Mit einem Plus von 2,27% meldete sich der lange seitwärts tendierende "Managed Futures-Fonds 1" zurück. Auf Platz 3 und 4 quasi gleichauf performten der "Ausgewogene Mischfonds 1" und der "Ausgewogene Mischfonds 2". Das schlechteste Oktoberergebnis lieferte der vom erneut guten Abschneiden der Aktienmärkte offensichtlich auf dem falschen Fuß erwischte "Acatis ELM Konzept", der jedoch über die Sommermonate der Schwächephase der Aktienmärkte mit einem positiven Ergenis trotzte.

Es ist immer wieder ein Freude, bestätigt zu bekommen, wie gut ein robust aufgestelltes Portfolio tatsächlich Mehrwert in allen Phasen liefern kann. Genau in diesem Sinne verbleibe ich bis zum nächsten Update

Ihr/euer Jürgen Dumschat   

Wichtiger Hinweis:

Diese Mail ist eine ausschließlich für Finanzanlageberater bestimmte Werbeunterlage und dient einzig und allein Informationszwecken. Die Angaben beruhen auf Quellen, die als zuverlässig eingestuft werden, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Fondsanteilen darstellt. Anlageentscheidungen sollten nur auf der Grundlage der aktuellen Verkaufsunterlagen (Wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekt und soweit veröffentlicht, der letzte Jahres- und Halbjahresbericht)  getroffen werden, die auch die allein maßgeblichen Anlagebedingungen enthalten. Die Verkaufsunterlagen sind über www.mbui.info abrufbar. Die zur Verfügung gestellten Informationen bedeuten keine Empfehlung oder Beratung. Weder LORIAC noch die Kapitalverwaltungsgesellschaft oder deren Kooperationspartner übernehmen irgendeine Art von Haftung für die Verwendung dieses Dokuments oder dessen Inhalts..

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