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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für Nov./Dez. 2017
... letzte Akkordfolge eines erfolgreichen Jahres


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

erstmals kann für ein komplettes Kalenderjahr eine umfassende Dokumentation vorgelegt werden, die belegt, welch unschätzbaren Wert Alternative-Fonds für die risikoaverse Portfoliokonstruktion haben. Dazu wurden 7.140 tägliche Anteilspreise und ihre Veränderung gegenüber dem Vortrag untersucht. Das Ergebnis kommentiere ich in einer speziellen Anlage zu dieser Doppelausgabe, die sich wegen der Aufbereitung des umfangreichen Datenmaterials leider ein wenig verzögert hat. 

Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als viele Worte. Deshalb zur Einstimmung schon mal die Illustration der Ergebnisse anhand der Wertentwicklung des MBUI in den beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres (im Vergleich zu DAX und REX P):

 
1,30% Drawdown (statt 4,7% im DAX), obwohl es seitens der Rentenmärkte keinerlei Unterstützung gab. Dabei schnitt der DAX im oben gezeigten Zeitraum einmal mehr besser ab als der EuroSTOXX 50 TR. Zum Jahresende hin konnte der MBUI dann sogar gegen den Trend von Aktien- und Rentenmärkten zulegen. Details dazu in der nachfolgenden Doppelausgabe des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs.

Ein Hinweis noch: Bei älteren Browsern kann die Formatierung dieser Mail teilweise nicht korrekt wiedergegeben werden. Klicken Sie einfach auf den obigen Link, um eine schönere Ansicht zu erhalten. Viel Vergnügen wünscht ...

Ihr/Euer Jürgen Dumschat



Mittwoch, 01.11.2017

Dachfonds sind teuer, wenn man die Kosten der Zielfonds mit den Kosten der Dachfonds aufaddiert (was ab 2018 ja gesetzlich vorgeschrieben ist). Nun sind Dachfonds allerdings meist gar nicht teurer als ein individuell betreutes Depot, für welches die Kosten des Vermögensverwalters eben nur separat berechnet werden, so dass sie das Fondsergebnis nicht belasten. Zudem berücksichtigt die plakative Herausstellung der Kosten nicht, dass Dachfonds oft in Fonds mit einem Hard- oder Softclosing investiert sind und zudem in institutionelle Anteilsklassen und teilweise gar in Fonds, die für den Retailvertrieb überhaupt nicht verfügbar sind, investieren können.

Was aber wirklich zählt, ist stets das (risikoadjustierte) Ergebnis, denn in der Performance sind alle Kosten, egal wo und wie gut sie versteckt sind, berücksichtigt.

Interessant in diesem Zusammenhang ist die folgende Grafik, die Klimek Advisors auf Basis von BVI-Daten erstellt hat:


Institutionelle Anleger machen also verstärkt Gebrauch vom Instrument des Dachfonds. Offensichtlich steht hier die breitere Streuung (= Risikoreduktion) im Vordergrund. Schließlich ist eine gut diversifizierte Portfoliokonstruktion eher für alle Fälle gerüstet als ein aktiv gemanagtes Depot, bei dem mit Annahmen für die zukünftige Entwicklung gearbeitet werden muss. Das geht - wie sich wohl mittlerweile zunehmend herumgesprochen hat - nicht immer gut.

Die starke Spreizung der Mittelzuflüsse privater und institutioneller Anleger sollte zu denken geben - vielleicht auch den Analysten und Journalisten, die häufig Pro und Contra eines Anlagekonzeptes an den Kosten orientieren, anstatt sich vor Augen zu führen, dass bei einem Performancevergleich der Kostenvergleich bereits automatisch inkludiert ist.

Was aber zu Recht auch Geld kostet, ist die Reduktion von Risiko. Zumindest dem Anleger, der Risiko scheut, sollte es etwas wert sein, wenn er vor den oft schrecklichen Folgen dieses Risikos bewahrt wird. Institutionelle Anleger sind hier offensichtlich mit ihren Erkenntnissen schon etwas weiter als private Anleger, denen solche Zusammenhänge ja auch nicht so einfach erklärt werden können wie "Fonds A ist kostengünstiger als Fonds B.".



Donnerstag, 02.11.2017
Heute macht mich Berenberg, die Depotbank des MBUI, darauf aufmerksam, dass der MBUI bei den Börsen in Hamburg und in Hannover einer von drei "Aktionsfonds des Monats" ist. Dies wird den Absatz des MBUI nicht maßgeblich beflügeln, schaden kann es aber natürlich auch nicht. Für Do-it-yourself-Anleger kann es schon interessant sein, den MBUI mit einem maximalen Spread von 0,50% auf den KVG-Anteilspreis zu erwerben. Aber woher sollten beraterfrei agierende Anleger den MBUI kennen? Der Klick auf den Link dürfte da auch nicht hilfreich sein, denn der Börsenkurs ändert sich längst nicht so zaghaft wie der Anteilspreis bei der KVG - wie die folgende Grafik zeigt. Dies liegt u.a. auch daran, dass es bislang nur vereinzelte Käufe (und noch überhaupt keine Verkäufe) des MBUI über die Hamburger Börse gab. Während die folgende Grafik normalerweise den Bid-Preis zeigt, ist an den Tagen der Käufe der Offer-Preis abgetragen, wodurch es zu den kurzen und heftigen Ausschlägen nach oben kommt.



Dienstag, 07.11.2017

Langsam aber sicher werden die KIID´s hinsichtlich des Kostenausweises auf Mifid 2 umgestellt. Da das Geschäftsjahr des MBUI zum 30. April endet, war er einer der ersten Fonds mit aktualisiertem Kostenausweis. Dabei muss klargestellt werden, dass die KIID´s für den reinen Investmentverkauf im ersten Schritt noch nicht die Transaktionskosten beeinhalten - im Gegensatz zu den Kundeninformationen, die der PRIIP-Verordnung unterliegen. Für diese müssen die Transaktionskosten bereits ab Anfang nächsten Jahres ausgewiesen werden. Dabei müssen die Transaktionskosten für PRIIP´s zwingend nach der - vollkommen unsinnigen - "Arrival Price-Methode" berechnet werden, sobald ein Fonds mindestens drei Jahre alt ist. Die so errechneten Kosten haben übrigens so viel mit den tatsächlichen Transaktionskosten zu tun wie Speedy Gonzalez mit Idefix. Doch schon heute sehen wir nach und nach KIID´s, die unter Einbeziehung der Zielfondskosten horrende Kosten ausweisen. Hier ein Beispiel, welches mir beinahe die Sprache verschlagen hat:


Das ist hinsichtlich der Zielfondskosten doppelt so viel und insgesamt sogar deutlich mehr als doppelt so viel wie die nach gleichem Muster ausgewiesenen Kosten des MBUI. Dies ist natürlich ein extremes Beispiel, wobei das entgegengesetzte Extrem - soweit ich es bislang (ohne den Gesamtmarkt umfassend untersucht zu haben) überblicke - bei 1,9% liegt. In der Mehrzahl liegen die ausgewiesenen Dachfonds-Kosten in der Bandbreite zwischen 2,4% und 3,2%, wobei viele Dachfonds bislang die KIID´s noch gar nicht insoweit umgestellt haben.

Dass die die Kosten nicht allein den Ausschlag für ein besseres oder schlechteres Ergebnis geben, liegt auf der Hand, denn zunächst geht es mal um Konzept und Managementleistung. Im Vergleich mit dem Dachfonds mit 1,9% jährlichen Kosten liegt der MBUI mit einer Kostenquote von 2,5% für einen ordentlichen Verbraucherschützer erst mal außerhalb des Spektrums der empfehlenswerten Fonds. Ein weiterführender Vergleich würde sich aber durchaus lohnen:


Kommentar eigentlich überflüssig - es sei allenfalls noch angemerkt, dass die Wertentwicklung des verglichenen Fonds noch mal um 0,36% p.a. schlechter wäre, wenn der Finanzanlageberater die im Vergleich zum MBUI geringere (umsatzsteuerfreie) Bestandsprovision durch eine höhere (umsatzsteuerpflichtige) Servicegebühr kompensieren würde.



Freitag, 10.11.2017

Die Selektion von Long/Short-Aktienfonds ist wirklich eines der schwierigsten Research-Themen überhaupt. Ich bin froh, dass ich offensichtlich neben dem "L/S-Aktienfonds Global (Long Bias) 1" zumindest zwei zufriedenstellend performende Long/Short-Fonds im Portfolio habe, nämlich den "Long/Short Aktienfonds Europa 3" und den "Long/Short Aktienfonds Europa 4", die Anfang September bzw. Anfang Oktober dieses Jahres allokiert wurden. Nachdem ich den bereits zum Start des MBUI allokierten "Long/Short Equity-Fonds Europa 1" bereits im Mai ausgemustert hatte, sind nun die Tage des "Long/Short Equity-Fonds Europa 2" ebenfalls gezählt. Angesichts der Entwicklung wird mir hier wohl niemand überhastete Entscheidungsprozesse vorwerfen wollen:


Stellt sich die Frage nach den Gründen für das lange Festhalten am "Long/Short-Aktienfonds Europa 2". Da kommt wieder die tägliche Betrachtung der Veränderung der Anteilspreise der Zielfonds ins Spiel, denn der "Long/Short-Aktienfonds Europa 2" hatte einen wesentlichen Vorteil: Kein anderer MBUI-Zielfonds schaffte es nämlich so oft wie dieser, positiv zu performen, wenn weniger als ein Drittel der MBUI-Zielfonds ein Tagesplus beim Anteilspreis vorzuweisen hatte.

Damit hat dieser Fonds einen nicht unerheblichen Stabilitätsbeitrag geleistet, den es zu berücksichtigen galt. Aber es gibt eben bekanntlich auch andere Parameter, wie z.B. die Calmar Ratio, deren Entwicklung im Vergleich zu ähnlich agierenden Fonds eine maßgebliche Rolle spielt. Jüngst kippte nun die Summe aller Vor- und Nachteile, so dass im Gegenzug nun der "Long/Short-Aktienfonds Europa 3" aufgestockt wird. Wer sich die Grafik oben anschaut, wird nun natürlich prompt fragen, warum nicht besser der "Long/Short-Aktienfonds Europa 4" aufgestockt wird. Wer mein Tagebuch schon länger liest, wird vielleicht selbst die folgende Antwort geben "Ich weiß es zwar nicht, aber es wird schon seine Gründe haben.".

Ein Grund, der für den "Long/Short-Aktienfonds Europa 3" spricht, ist, dass dieser nur wöchentlich am Freitag gehandelt wird. Damit bringt er zumindest an vier Tagen der Woche Ruhe ins Portfolio. Der "Long/Short-Aktienfonds Europa 4" hingegen gehört mit rund 4% bereits zu den größten Positionen im MBUI, wobei ich zum Monatsende keine Position mit einer Gewichtung von über 5% mehr im Portfolio haben werde. Aber natürlich gilt es auch, die langfristige Entwicklung beider Fonds, ihre Phasenkorrelation und die Veränderungstendenz ihrer rollierenden Calmar Ratio zu berücksichtigen. Und da wird es spannend:


Noch klarer bringt es die Gegenüberstellung der Verlust-, Aufhol- und Mehrwertphasen und die daraus ersichtliche Höhe der Drawdowns der jeweiligen Verlustphasen zum Ausdruck:


Beide Fonds angeln zwar im gleichen Teich, jedoch mit unterschiedlichen Mitteln. Ihre Verlustphasen absolvieren die beiden Fonds häufig zeitversetzt. Die annualisierte Rendite des Fonds #3 ist höher, sein Maximum Drawdown aber ebenfalls. Bei der rollierenden Calmar Ratio nehmen sich beide deshalb nichts, was vor allem auch daran liegt, dass diese ja über Drei-Jahres-Zeiträume berechnet wird. Fonds #4 hat nach den größeren Drawdowns stets wieder steil performt, so dass über die rollierenden Drei-Jahres-Perioden letztlich wieder gute Drei-Jahres-Performanceergebnisse zustande kamen. Unter Berücksichtigung all dieser Punkte kommt es unterm Strich zu einem Gleichstand der Vor- und Nachteile in Relation zueinander. Darüber, dass beide Fonds (insbesondere in der Kombination) gut zum restlichen MBUI-Portfolio passen, dürfte kaum Zweifel bestehen. So haben beide Fonds die Phase ab Mai 2013 ohne Unterbrechung ihrer Mehrwertphase überstanden (damals tauchten "normale" Multi Asset-Fonds erst mal ab, als Ben Bernanke erstmals das böse T-Wort - "Tapering" - in den Mund nahm). Leider hatte ich den "Long/Short-Aktienfonds Europa 2" ziemlich exakt zum Allzeithoch gekauft, so dass für diese Position nun knapp 3% Minus zu Buche stehen. Ich versichere, es steckte keine Absicht dahinter.


Montag, 13.11.2017

Allerdings muss noch weiter investiert werden, denn unter Berücksichtigung des am vergangenen Freitag beschlossenen Verkaufs haben sich mehr als 1,5 Millionen Euro auf dem Cash-Konto angesammelt. Die Negativ-Zinsbelastung hält sich in Grenzen. Seit Auflage des MBUI sind gerade mal 1.347 Euro Sollzinsen angefallen. Das dürfte ich mit der Cashposition alleine in den letzten vier Handelstagen wettgemacht haben, denn ich investiere gerade in die aktuell fallenden Kurse hinein. Ob die "Spekulation", dass die Märkte grundsätzlich noch im Aufwärtstrend sind, aufgehen wird, weiß ich natürlich nicht. Auf jeden Fall dürften die heutigen Orders für den "Emcore COP", den "Volatilitätsfonds 2" sowie für den "Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen" zu deutlich günstigeren Preisen abgerechnet werden als noch vor ein paar Tagen. Mancher wird sich (oder mich) nun verwundert fragen, warum ich in den "Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen" nachinvestiere. Die Auflösung gibt es in den nächsten Tagen, wenn ich die Ende letzten Monats begonnenen Informationen über die Phasenkorrelation der einzelnen Zielfonds auf der untersten, nämlich der täglichen, Zeitebene fortsetze.


Mittwoch, 15.11.2017

Heute kam die Verkaufsabrechnung für den "Long/Short-Aktienfonds Europa 2" und es kam, wie es kommen musste (das Marmeladenbrot fällt immer mit der Marmeladenseite auf den Boden): Der Verlust erhöhte sich durch einen schnellen Rutsch des Anteilspreises auf 3,56%. So geht das bei 50/50-Chancen. Nur wirken die negativen Entwicklungen bekanntlich doppelt so stark wie die Glücksgefühle, so dass man stets das Gefühl hat: Mal verliert man und mal gewinnen die anderen. Kennen Sie das?


Donnerstag, 16.11.2017

Es ist ein beliebtes Spiel und ich will mich da auch gar nicht mit erhobenem Zeigefinger an die Seitenlinie stellen: Will man die eigene Leistung ins rechte Licht rücken, so vergleicht man sich schon mal gerne mit anderen Fonds, die im allgemeinen Bewusstsein für gute Ergebnisse stehen, weil man selbst gerade bessere Ergebnisse zu präsentieren hat. Gerade für einen noch recht jungen Fonds ist das quasi unverzichtbar, wobei ich mich bemühe, bei solchen Vergleichen immer darauf hinzuweisen, dass es gar nicht das Ziel ist, diesen oder jenen Fonds dauerhaft zu schlagen und dass der eine oder andere Fonds (bspw. in der nächsten starken Aktienmarktphase) dem MBUI schon bald wieder die Rücklichter zeigen dürfte.

Es ist einfach wichtig, zu wissen wo - und wofür - man steht, denn sonst wird man ganz schnell Opfer falscher Erwartungen, die naturgemäß schon bald enttäuscht werden.

Was mir heute unterkam gab mir aber schon zu denken. Da präsentiert mir jemand einen Vergleich mit einem Absolute Return-Fonds und ich bin zunächst mal beeindruckt, denn ich schaue ja auch bei ganz oberflächlicher Prüfung bekanntlich nicht nur nach der Performance, sondern stets nach der Performance unter Berücksichtigung des Schwankungs- und des Drawdown-Risikos.


Mal abgesehen davon, dass dem geübten Betrachter natürlich sofort auffällt, dass die Outperformance in der Startphase eines noch nicht voll investierten MBUI herausgearbeitet wurde, zeigt die Grafik doch klar die deutlichere Konsistenz und - insbesondere am aktuellen Rand - eine beeindruckende Stabilität im Vergleich zum MBUI.

Der Fonds war mir namentlich nicht geläufig, doch stellte ich schnell fest, dass er in meiner XING-Gruppe "Vermögensverwaltende Fonds" gelistet ist. Also schaue ich ihn mir wohl auch regelmäßig mindestens einmal im Jahr an, wenn ich für den Finanzen Verlag die Gesellschaften selektiere, die zur Präsentation der von mir für gut befundenen Fonds im €uro-spezial "Vermögensverwaltende Fonds" eingeladen werden. Warum ist mir der Fonds dabei durchgerutscht? Die Antwort auf diese Frage erübrigte sich, als ich mir den Langfrist-Chart dieses Fonds ansah:


Am Konzept dieses Fonds wurde - so meine Notizen aus dem Jahr 2016 - nichts geändert. So hatte es bspw. auch in der letzten DAX-Baisse von April 2015 bis Februar 2016 einen Drawdown von nahezu 10% gegeben (was angesichts des notwendigen Maßstabs für den Langfrist-Chart nicht auf Anhieb ins Auge fällt). Was aber wäre, wenn dieser Fonds in etwa zeitgleich zum MBUI aufgelegt worden wäre. Würde der Fonds aufgrund der guten Entwicklung (siehe erste Grafik) starke Mittelzuflüsse bekommen oder würden Finanzanlageberater mühelos das implizite Risiko dieses Fonds erkennen, welches offensichtlich auch darin besteht, dass der in der Fondspräsentation beschriebene Absolute Return-Ansatz mit der Realität nicht in Einklang zu bringen ist? Schwierig, denn gerade im Zeitraum seit Auflage des MBUI scheint ja alles stimmig zu sein.

Oft genug ist es mir schon passiert, dass ein anfangs begeisternder Fonds auf einmal mächtig lahmte. In der Analyse stellte sich dann oft heraus, dass man die Lücken in der Präsentation oder die meist vagen Angaben zum Konzept im persönlichen Gespräch gedanklich mit der vorliegenden Wertentwicklung gefüllt bzw. ergänzt hat - ein meist eher unterbewusster Vorgang, den man sich selbstkritisch bewusst machen muss. Mehr und mehr reagiere ich seitdem allergisch auf Präsentationen, die einem keine "DNA" eines schlüssigen Fondskonzeptes erschließen. So verwundert es wohl nicht, dass ich versuche, das Mehrwertphasen-Konzept des MBUI so detailliert darzustellen, dass es für jedermann begreifbar ist.

Trotzdem ab und zu mal mit einem Zielfonds "auf die Nase zu fallen", ist jedoch aufgrund der breiten Streuung kein herausragendes Problem, denn entwickelt sich ein Fonds enttäuschend, so wird die anfangs meist erst mal kleinere Position schnell ausgetauscht. Der Nutzen aus anderen Positionen, die sich erwartungsgemäß entwickeln, ist deutlich größer, denn diese Positionen sind meist größer und verbleiben natürlich dauerhaft im Portfolio.

Ein schönes Beispiel zur Veranschaulichung dieser Einstellung bot jüngst der "Versicherungs-Mischfonds". Das Konzept erschien schlüssig, doch ob es wirklich in der Praxis auch in Extremsituationen funktioniert, kann allein mit einem schlüssigen Konzept noch längst nicht beschworen werden. Nun wird auch klar, warum ich eben nicht sofort nach dem Einschlag (minus 7,96% am 08.09.2017) nachinvestiert, sondern erst abgewartet habe, ob sich die Entwicklung in der Praxis mit der Theorie der Fondspräsentation deckt. Erst dann wurde die Position, die inzwischen übrigens im Plus liegt, aufgestockt.


Montag, 20.11.2017

Wussten Sie eigentlich, dass ein Plus beim Anteilspreis vom Montag immer ein wenig mehr wert ist als an den anderen Wochenarbeitstagen? Die laufenden Fondskosten werden nämlich auf die Kalendertage umgelegt, so dass von Freitag auf Montag die Kosten für drei Tage erwirtschaftet werden müssen, ehe der Anteilspreis ein Plus ausweist.


Mittwoch, 29.11.2017

Heute ist es passiert: Erstmals ist das im täglichen MBUI-Factsheet ausgewiesene Volumen höher als 20 Millionen Euro. Genau sind es 20.116 507,65 Euro. Dieses Ereignis hatten wir in unserem Businessplan, der vor Fondsauflage bei Universal Investment hinterlegt werden musste, für den 31.10.2018 (!) eingeplant. Businesspläne haben ja bekanntermaßen nur eine extrem geringe Prognosequalität. Zum Glück gehören wir ganz offensichtlich nicht zu der großen Mehrheit derer, die später erklären muss, woran es gescheitert ist, die gesteckten Ziele zu erreichen.   


Freitag, 01.12.2017

Heute war der aktuelle Ranking Report von Asset Standard im Mail-Postfach. Aktuell heißt in diesem Fall, dass es sich um die Auswertung per 31.10.2017 handelt. Aufgelistet sind alle VV-Fonds, die per Ende Oktober über ein, drei, fünf, sieben oder zehn Jahre fünf Sterne gemäß der Asset Standard-Wertung (MMD-Ranking) tragen.

Über die Problematik der Zuordnung zur Vergleichsgruppe der flexiblen VV-Fonds habe ich mich ja bereits mehrfach ausgelassen. Meine These: Erst nach einer größeren Krise wird es wohl soweit sein, dass der MBUI in der Dimension von Chance und Risiko aufgrund der deutlich geringeren Verluste als die der Vergleichsgruppe zum Fünf-Sterne-Fonds avanciert. Da staunte ich beim Durchblättern des 37 Seiten umfassenden Reports (wie gesagt nur Fünf-Sterne-Fonds) nicht schlecht, als ich auf einmal den MBUI sah:

Da hat es also nur einiger kleinerer Schaukeleien bedurft, um den MBUI über ein Jahr unter die besten 20% der flexiblen VV-Fonds zu hieven. Allerdings könnte der MBUI hier auch schnell wieder verschwunden sein, wenn die Märkte bei weiter geringer Volatilität wieder stark ansteigen. Auszuschließen ist dies gegenwärtig wohl genauso wenig wie ein heftiger Einbruch.Wer wissen will, aus welchen Komponenten sich das MMD-Ranking zusammensetzt - hier ist die Aufschlüsselung:


Zugegeben, das ist schon ein wenig mehr als ein handelsübliches Performance- oder Sharpe Ratio-Ranking. Ich bin mal gespannt, wie lange wir uns mit fünf Sternen in dieser Peergroup behaupten. Man bedenke, dass die fexiblen VV-Fonds gemäß Profund-Factsheet (ein MMD-Service) in der Finanzkrise im Durchschnitt einen Maximum Drawdown von 38,88% erlitten haben. In einem solchen Marktumfeld dürfte es dem MBUI nicht schwerfallen, fünf Sterne zu ergattern. In einer solchen Vergleichsgruppe hat der MBUI nichts verloren (aber immerhin jetzt schon fünf Sterne gewonnen).


Montag, 11.12.2017

Für den heutigen Tag wird zum 400. Mal ein Anteilspreis für den MBUI ermittelt. Nach meinen Vorabberechnungen dürfte dieser Anteilspreis in der Spanne von 104,62 bis 104,65 Euro liegen. Alle bisherigen MBUI-Anleger haben im Schnitt zu einem Anteilspreis von 104,28 Euro investiert (eventuelles Agio natürlich unberücksichtigt). Das klingt ja insgesamt noch nicht nach einem tollen Geschäft für die Anleger. Aber an solchen Zahlen kann man mal wieder sehen, wie die statistische Wahrheit in die Irre führen kann, denn natürlich ist für diese relativ geringe Differenz zwischen Anschaffungspreis und aktuellem Anteilspreis vor allem die deutliche Zunahme der Mittelzuflüsse in den letzten Monaten verantwortlich.

Da ich alle MBUI-Statistiken selbst "fälsche", kann ich natürlich auch auf Anhieb ermitteln, zu welchem durchschnittlichen Anteilspreis die Anleger der ersten 200 Handelstage des MBUI (also alle Anleger, die bis zum 22.02.2017 investiert waren) gekauft haben. Damals lag nämlich der durchschnittliche Erwerbspreis bei 100,31 Euro. Das hat sich dann doch schon deutlich gelohnt. 


Montag, 18.12.2017

Aktuell durchforste ich ja mal wieder das komplette Universum der vermögensverwaltenden Multi Asset- und Alternative-Fonds. Aktuell reden wir da gerade mal von mehr als 2.200 Fonds und von mehr als 750 verschiedenen Initiatoren bzw. Managern. Natürlich muss ich mir viele Fonds nicht extra anschauen, weil ich die Qualität auch so einschätzen kann. Wenn es sich um herausragend gute Fonds handelt, stehen sie sowieso auf meiner Watchlist und werden öfter als einmal pro Jahr beobachtet. Handelt es sich um durchschnittliche bis unterirdisch schlechte Fonds, so reicht meist ein Blick auf die Performancegrafik, um festzustellen, ob sich etwas geändert hat. Aber hin und wieder findet man dann doch Fonds, bei denen das Konzept geändert oder der Manager ausgewechselt wurde. Hier lohnt sich das Nachfassen und es gibt genügend Beispiele, bei denen es gravierende Änderungen gab, die sich extrem positiv auf den künftigen Verlauf ausgewirkt haben.

Zwei populäre Beispiele hierfür sind im MBUI allokiert: Der "Acatis ELM Konzept" bekam nach dem schlechten Abschneiden in der Finanzkrise Anfang 2009 ein völlig neues Konzept. Nach dem Drawdown von 25,25% in der Finanzkrise war spätestens Ende 2011 klar, dass sich hier etwas verändert hatte. 2011 wurde nämlich mit einem Plus abgeschlossen. Ich informierte mich und setzte den Fonds, der damals noch ein einstelliges Millionenvermögen verwaltete, auf die Empfehlungsliste. Heute kann der Fonds aufgrund seiner Softclose-Bestimmungen nur noch mit 5%-igem Agio (zu Gunsten des Fondsvermögens) erworben werden.

Ähnlich lief es mit dem "Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen", der nach 41,12% Drawdown in der Finanzkrise im Mai 2009 die Möglichkeit der Absicherung seiner Aktienbestände über Optionen und Futures implementierte. Es dauerte dann bis September 2011, bis der Fonds die 20 Millionen-Hürde nehmen konnte. Auch dieser Fonds war damals bereits längst auf unserer Empfehlungsliste.

Sie kennen den schon oft zitierten Spruch "Was nicht verloren wird, muss auch nicht erst mühsam wieder aufgeholt werden.". Wie wahr, denn beim folgenden Vergleich von zwei Fonds des gleichen Anbieters/Managers muss man sich doch wirklich die Frage stellen, wozu man eigentlich offensiver - also mit mehr Risiko - investieren sollte:


Der flexible Fonds erwirtschaftet in Aufwärtsphasen zwar deutlich weniger als sein dynamisches Pendent, aber er verliert eben dann, wenn es drauf ankommt, auch deutlich weniger. In einer Phase eines insgesamt recht ausgeprägten Bullenmarktes geht der defensiver agierende flexible Mischfonds nach mehr als neun Jahren als Sieger aus dem Rennen hervor. Risikoadjustiert ist die Performance um Klassen besser. Warum macht man den Anlegern nicht klar, dass die weniger dynamische Variante wahrscheinlich auch über die nächsten neun Jahre das bessere Ergebnis erzielen wird? Ich würde gut und gerne auf den dynamischen Fonds verzichten können, denn das Timing, ihn genau dann zu allokieren, wenn es steiler nach oben geht, traue ich mir nicht zu. Wenn ich es mir übrigens zutrauen würde, käme wahrscheinlich doch nicht mehr dabei raus als eine 50:50-Chance auf Erfolg.


Dienstag, 19.12.2017

Heute erhielt ich die Ankündigung, dass auf dem Cashkonto bei der Depotbank ab 2018 der Negazivzins in Höhe des EONIA-Zinses um 0,15% erhöht wird. Hintergrund ist der Wettbewerbsdruck, der aufgrund der vergleichsweise günstigen Berenberg-Regelung, den EONIA ohne Aufschlag zu belasten, dazu geführt hat, dass immer mehr Geld bei Berenberg geparkt wurde. Nun haben wir im MBUI (Stand heute) seit dem letzten Jahresabschluss Negativzinsen in Höhe von 1.557,58 Euro belastet bekommen. Der EONIA lag über diesen Zeitraum im Schnitt bei minus 0,355%. Aufs Jahr hochgerechnet ergäbe sich also eine Mehrbelastung in Höhe von knapp 1.000 Euro. Der Versuch, diese Mehrbelastung über schnelleres Investieren der Nettomittelzuflüsse abzufangen, würde fehlschlagen, da die damit einhergehenden zusätzlichen Fondsorders mit kleinerem Volumen die Ersparnis mehr als kompensieren würden.

Apropos investieren: Heute habe ich 250.000 Euro (rund 1,15% des Fondsvolumens) in die institutionelle Anteilsklasse eines morgen an den Start gehenden Global Macro-Fonds mit Absolute Return-Ansatz investiert. Es ist ein echtes Seed-Investment, welches ich im Vertrauen auf die Fähigkeiten des mir bekannten Manager-Duos tätige. Das Konzept erscheint schlüssig. Trotzdem wird nur mit einem sehr geringen Investment begonnen.



Mittwoch, 20.12.2017

Der Austausch unter Kollegen ist stets wertvoll, wenn man denn Kollegen hat, mit denen man sich austauschen kann. Traditionell (und bedingt durch diverese andere Tätigkeiten im Segment der VV-Fonds) habe ich nun mal besonders viele Kollegen, denen ich teilweise freundschaftlich verbunden bin. Im Gespräch über die Total Expanse Ratio (TER) von Dachfonds bekam ich heute beängstigende Informationen, die es zu verifizieren gilt. Für die TER-Ermittlung eines Dachfonds wird - so wurde mir glaubhaft versichert - die Summe der TER´s aller Zielfonds zum Ende eines Fonds-Geschäftsjahres ermittelt. Damit wird die Kostenquote (in Euro und Cent) bezogen auf das Fondsvolumen per Geschäftsjahresende ermittelt. Diese wird dann in Relation zum durchschnittlichen Fondsvolumen des abgelaufenen Geschäftsjahres gesetzt. Im Klartext heißt das, dass ein Fonds mit hohem Volumenwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutlich höhere TER ausweisen muss als ein Fonds, dessen Volumen nur gering gewachsen oder gar zurückgegangen ist. Ich bleibe hier am Ball, denn das will ich genau wissen.


Donnerstag, 21.12.2017

Anfang des Jahres (Tagebucheintrag vom 04. Januar) habe ich mich kritisch hinsichtlich des "Friedrich & Weik Wertefonds" geäußert. Nun ja - Anleger der ersten Stunde liegen aktuell etwas mehr als 3% im Minus. Wer 250.000 Euro investiert hatte, bekam ein Abendessen mit den beiden Bestsellerautoren ("Der Crash ist die Lösung") spendiert. Ob dieses die aktuell knapp 8.000 Euro Minus (ggfs. zzgl Agio) wert war, lasse ich mal dahingestellt (ich hätte für das Geld vielleicht lieber eine Woche lang gut auf einem Kreuzfahrtschiff gespeist).Das Monatsmagazin €uro hat dem Fonds nun mit der Zitrone bedacht. Hier die etwas spöttische "Laudatio" dazu:


Gut, dass dieser Fonds mich von Anfang an nicht begeistern konnte.


Freitag, 22.12.2017

Ein letztes Mal in diesem Jahr gilt es, zugeflossene Liquidität zu investieren. Geordert wird der "Ausgewogene Mischfonds 2", der gerde erst ein Jahr alt geworden ist. Auch wenn es ein Jahr mit historisch niedriger Volatilität war, so hat der Fondsmanager doch deutlich besser geliefert als viele seiner bestens bekannten Kollegen:


Mehr als 13% Plus bei einem Maximum Drawdown von 1,90% - das ist schon ziemlich beeindruckend. Mit dieser dritten Investition in diesen Fonds erhöhe ich seine Zielallokation auf den Höchstwert von 4,50%. Nur drei MBUI-Zielfonds haben aktuell einen solchermaßen hohen Anteil an der Allokation des MBUI, nämlich der "Alternative Multi Asset-Fonds 2" sowie der "WHC Global Discovery".


Samstag, 30.12.2017

Alle für den Anteilspreis des MBUI per 29.12.2017 relevanten Zielfondskurse liegen mir vor und ich kann mich an die Arbeit machen, um die schon mehrfach avisierte Statistik der täglichen Anteilspreisveränderungen des MBUI zu fertigen. Ich werde schon noch einige Tage im neuen Jahr daran arbeiten müssen, um Darstellungsformen zu finden, die plakativ die Kernaussage untermauern: (Richtig ausgewählte) Alternative-Fonds können ohne Probleme die Funktion übernehmen, die in den vergangenen Jahrzehnten den Rentenfonds im Depot zugewiesen war.

Da davon auszugehen ist, dass auf die angekündigte Ausarbeitung immer wieder zugegriffen werden wird, speichere ich diese in einer gesonderten Datei, die Sie hier downloaden können:

Link zur Datei der täglichen Korrelation der Zielfonds-Anteilspreise in 2017

In diesem ersten Teil der Analyse beschäftige ich mich nur mit den Daten insgesamt. In einem weiteren Schritt werde ich dann darauf eingehen, welche Zielfonds besonders unkorreliert zu den Ergebnissen der Märkte, zum MBUI-Anteilspreis und in Relation zu den anderen Zielfonds sind.

Wer den MBUI in letzter Konsequenz verstehen will, sollte die Ergebnisse dieser Analyse sorgfältig studieren. Letztendlich lassen sich daraus auch Erkenntnisse gewinnen, die für die tägliche Arbeit eines Finanzanlageberaters bei der Strukturierung von Anlegerdepots von unschätzbarem Wert sind.

Damit endet das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für 2017. Der MBUI beendet das abgelaufene Jahr mit hervorragenden Werten:

Wertzuwachs  4,27%
Maximum Drawdown1,31%
Volatilität (auf Tagesbasis berechnet1,88%
Sharpe Ratio (risikofrei = EONIA-Zins)  2,46
Calmar Ratio  3,26

Damit muss man sich wohl nicht verstecken. Für das nächste Jahr haben wir uns deshalb auch ordentlich was vorgenommen. Dazu mehr in 2018, wenn die Fortsetzung dieses Tagebuch für Sie geschrieben wird.

Es ist wie bei einem guten Konzert: Die Leistung auf der Bühne ist ohne Publikum wertlos. In diesem Fall sind Sie das Publikum, an das aus diesem Grund mein herzlicher Dank für das in den MBUI gesetzte Vertrauen gerichtet ist. Ich werde auch im neuen Jahr alles daransetzen, Enttäuschungen zu vermeiden. 

Ihr/euer Jürgen Dumschat   

Wichtiger Hinweis:

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