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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für Januar 2018
... erst Allzeithoch, dann Drawdown = 0,60% Plus

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

der Januar startete fulminant und es mutete schon unheimlich an, als schon nach zwei Wochen ein Drittel der angestrebten jährlichen Performance "verdient" war. Am 23. Januar gab es ein neues Allzeithoch ... nicht nur für den DAX. Was dann kam, erinnert die älteren Leser an einen Hit von Hildegard Knef ("Von nun an ging´s bergab"). Wie stabil sich der MBUI letztendlich behauptet hat, ist aktuell bereits klar, wenn man davon ausgeht, dass vorerst das Schlimmste vorbei ist. Doch wer weiß das schon?. Per Ende Januar präsentierte sich der MBUI im Drei-Monatsrückblick - also seitdem die Aktienmärkte aus ihrer Volatilitäts-Lethargie erwacht sind und wieder stärker schwanken - so, wie viele Anleger und Berater sich dies in solchen Phasen wohl wünschen:
 
Vorab sei verraten, dass an der Zielfonds-Allokation des MBUI absolut nichts geändert wurde (abgesehen von zwei Fonds, die durch Nachinvestitionen ein Volumen erreichten, welches die Umschichtung in die vorteilhafteren institutionellen Anteilsklassen ermöglichte). Das Konzept des MBUI ist darauf ausgerichtet, dass es durch die Kombination der Zielfonds mehr oder weniger automatisch zu einer Risikoreduktion kommt, ohne Veränderungen an der Fondsauswahl vornehmen zu müssen. Dies hat den großen Vorteil, dass nicht nach dem Rückgang das Risiko reduziert ist und somit die Performance beim Rebound gedämpft wird. Nur so ist eine Entwicklung wie die in der oben gezeigten Grafik denkbar. 

Nicht oft genug kann in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, dass der MBUI so konzipiert ist, dass der maximale Drawdown 10% nicht übersteigen sollte. Oft genug habe ich es schon erlebt, dass sich Anleger und Berater an zu gute Entwicklungen so sehr gewöhnt hatten, dass sich dann bereits bei einem Drawdown, der noch deutlich innerhalb des gesteckten Rahmens verlief, Enttäuschung breitmachte. Natürlich ist die maximale Drawdown-Toleranz (die bekanntlich nicht garantiert sondern nur angestrebt werden kann) für extreme Phasen dimensioniert. Wir wissen aber, dass solche extremen Phasen früher oder später auf uns zukommen werden.

Was mich sonst noch alles im Januar bewegte, habe ich - soweit es für Sie interessant sein könnte - wie immer in kurzen Notizen niedergeschrieben, die ich nun für meine Tagebuchleser - hoffentlich wieder lesenswert - ausformuliert habe (womit sich auch erklärt, warum es stets ein Timelag zwischen Monatsende und Tagebuchversand ergibt). 

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Ihr/Euer Jürgen Dumschat



Dienstag, 02.01.2018

Ein neues Jahr beginnt und erst in 364 Tagen werden wir die Antwort auf die Frage haben, ob der MBUI im Jahr 2018 genauso gut abschneiden kann wie in 2017. Ein Plus von 4,27% bei einer Volatilität von 1,88% und einem Maximum Drawdown von 1,31% ... das wird nicht so leicht zu toppen sein. Abgesehen davon ist natürlich ein Jahresergebnis immer auch in Relation zu den Marktentwicklungen zu sehen. Vielleicht ist ja ein Minus von 3% in Relation zu dem, was uns die Märkte in 2018 zu bieten haben, ein ganz außerordentlich tolles Ergebnis. Wir werden sehen.

Auf jeden Fall dürfte klar sein, dass beim gegenwärtigen Zinsniveau jeder Basispunkt zählt. Gleich die erste Aktion in diesem Jahr zielt darauf, mit dem Wechsel von der Retail-Anteilklasse des "Volatilitätsfonds 1" in die institutionelle Anteilsklasse einen Zusatzertrag zu erzielen. Statt 1,50% Managementgebühr minus 0,60% Kickback sinkt in der institutionellen Anteilsklasse die Managementgebühr auf 0,70% pro Jahr. Den Transaktionskosten für Verkauf und Kauf (200 Euro) steht also bei einem Volumen von 1 Million Euro ein Mehrertrag von 2.000 Euro pro Jahr gegenüber. Und nachinvestieren musste ich sowieso, so dass durch den Wechsel tatsächlich nur 100 Euro zusätzlich an Transaktionskosten für den Verkauf der bisherigen Position in der Retail-Anteilsklasse angefallen sind.

Warum ich erst jetzt in die I-Anteilsklasse wechsele? Weil das Mindestvolumen von 1 Million Euro erst jetzt erreicht werden kann, ohne mehr als 5% in einen Fonds investieren zu müssen. Mit diesem Switch ist eine Erhöhung dieser Position um rund 160.000 Euro verbunden.

Übrigens: Die Transaktionskosten des vergangenen Jahres machten (ohne Berücksichtigung teilweise anfallender Fremdspesen) im vergangenen Jahr 4.400 Euro aus. Bezogen auf das Fondsvolumen per Ende letzten Jahres sind das 2,11 Basispunkte (0,0211%). Selbst wenn man die Transaktionskosten auf das durchschnittliche Fondsvolumen des vergangenen Jahres bezieht, bleiben die Transaktionskosten deutlich unterhalb des gesetzten Ziels von 5 Basispunkten. Mit dem spürbar gestiegenen Fondsvolumen dürfte der Transaktionskostenanteil in diesem Jahr noch mal geringer ausfallen.

Mittwoch, 03.01.2018

Der Goldpreis steigt kräftig. Die Nachfrage nach XETRA-Gold ist laut heutiger dpa-Meldung auf Rekordhoch. Anleger berücksichtigen dabei leider mal wieder nicht die Goldpreisentwicklung in Euro, die Dank des inzwischen auf mehr als 1,20 US Dollar pro Euro gestiegenen Wechselkurses nicht besonders prickelnd anmutet:


Aber was nicht ist, kann ja noch werden ...

Derweil offenbart sich das Mifid-Chaos hinter den Kulissen, denn wie sonst wäre es zu erklären, dass der MBUI-Anteilspreis für gestern auch um 17:15 Uhr noch nicht bekannt ist (normalerweise wird der Anteilspreis des Vortages zwischen 11:15 und 12:00 Uhr publiziert). Eine Reklamation erspare ich den Mitarbeitern der KVG, denn ich kann mir vorstellen, dass die Belastung ohnehin schon weit über die Schmerzgrenze hinaus geht. Da wird Ende des Jahres mit vielen Überstunden darauf hingearbeitet, alles so einzurichten, dass es ab heute läuft. Viele Detailbestimmungen wurden aber buchstäblich erst in letzter Minute veröffentlicht. Manches war schon programmiert und musste dann wieder geändert werden.

Nun meldet sich die BaFin mit einem Rundschreiben, dass man bei Dachfonds, die eine Mindestaktienquote von 25% oder 51% im Prospekt festgeschrieben haben, für das Jahr 2018 die tatsächliche tägliche Aktienquote nicht prüfen werde, da die erforderlichen Daten vielfach noch gar nicht zur Verfügung stehen. Das Rundschreiben nimmt aber keinen Bezug auf Dachfonds, die gemäß § 20 Abs. 2 InvStG (neu) die tägliche Aktienquote anhand der an WM Daten gemeldeten Aktienquoten der Zielfonds erfassen wollen, um die Teilfreistellung der Erträge anhand der konkreten Ergebnisse zu bewirken.

In den letzten Wochen habe ich natürlich bei den Zielfonds-Gesellschaften nachgefragt, ob sie eine Mindestaktienquote in den Anlagebedingungen verankert haben und/oder ob sie die physische Aktienquote täglich an WM Daten liefern. Bei verschiedenen Gesellschaften machte ich damit erstmals überhaupt auf das Problem aufmerksam, welches so manche (meist ausländische) Gesellschaft noch gar nicht auf dem Radar hatte. Endlose Gespräche, jede Menge Mails, um den Sachverhalt und die Notwendigkeit zu erklären - so etwas kann einen ganz schön beschäftigen. Inzwischen habe ich die Rückmeldung von fast allen Gesellschaften vorliegen. Alleine anhand der Mindestaktienquoten der Zielfonds kommt der MBUI bereits auf eine Aktienquote von deutlich über 20%, so dass getrost davon ausgegangen werden kann, dass die tatsächliche Aktienquote dauerhaft deutlich über 25% liegen wird. Probleme gibt es trotzdem, denn die Mindestaktienquote muss dem nach oben zitierten Paragraph durchgehend (also tagtäglich) nachweisbar sein. Die Bestätigung erfolgt dann durch die KVG pro Fonds-Geschäftsjahr, welches beim MBUI am 30. April eines Jahres endet.

Vor diesem Hintergrund müssen wir wohl ernsthaft überlegen, ob wir nicht doch eine Prospektänderung vornehmen sollten, um den MBUI als Mischfonds zu qualifizieren, was eine Teilfreistellung aller Erträge in Höhe von 15% zur Folge hätte. Ganz offensichtlich wird der MBUI dadurch strategisch nicht beeinträchtigt, was auch daran liegt, dass bspw. zwei der allokierten Long/Short-Aktienfonds ihre Long-Positionen physisch halten, während die Short-Positionen über Derivate dargestellt werden. Beide Fonds sind als Aktienfonds mit mindestens 51% Aktienanteil ausgestattet. Ein weiterer Fonds, der "L/S-Aktienfonds Global (Long Bias) 1" steuert das Netto-Aktienexposure in der Regel in der Bandbreite zwischen 10% und 60%, ist aber seit jeher mit einem physischen Aktienanteil von mehr als 51% unterwegs, so dass auch hier eine entsprechende Mindestaktienquote im Prospekt verankert wurde.

Noch ist keine Eile geboten, denn bei dem abweichenden Geschäftsjahr des MBUI reicht es ja, wenn die Prospektänderung vor dem 30.04.2018 erfolgen würde. Wir werden es im Gesellschafterkreis und im Zusammenwirken mit der KVG und weiteren Beratern sorgfältig abwägen, denn es soll auf keinen Fall riskiert werden, dass durch ein erhöhtes Aktienexposure erhöhte Drawdown-Risiken zum Tragen kommen, die eine Teilfreistellung der Erträge konterkarieren könnten.

21:57 Uhr: Endlich liegt der Anteilspreis für gestern vor.

Freitag, 05.01.2018

Das Chaos regiert nach wie vor. Viele Fonds sind derzeit im Beratungsgeschäft nicht orderbar, weil die Zielmarktdaten nicht vorliegen, unvollständig sind oder im falschen Datenformat geliefert wurden. Dafür boten die Märkte einen fulminanten Auftakt. Der MBUI-Anteilspreis legte gestern um 34 Cent zu und kommt damit seinem Allzeithoch vom 07. November schon wieder ganz nah. Ärgerlich dabei ist, dass die auf Basis täglicher Kurse berechnete Volatilität seit Fondsauflage alleine durch den Anstieg dieses einen Tages von 2,23% auf 2,25% angestiegen ist. Die Märkte sind jedoch weiterhin bester Laune. Für heute zeichnet sich ein neues MBUI-Allzeithoch ab, welches nach meiner Hochrechnung bei 105,52 liegen sollte. Damit bleibt die aktuelle Mehrwertphase intakt und der MPA-Anteil des MBUI steigt auf über 60%:


Mittwoch, 10.01.2018

Mehr als eine Million Euro sind dem MBUI in den ersten Tagen dieses Jahres bereits zugeflossen. Eine hohe Verantwortung in einem offensichtlich spätzyklischen Markt. Eine derart lange Phase geringer Volatilität bei nur marginalen Rückschlägen muss irgendwann in eine heftige Korrektur oder gar Baisse münden. In 2017 gab es nur drei Handelstage, an denen sich der MSCI World TR um mehr als ±1% veränderte. Der Mittelwert über die letzten 20 Jahre lag bei 57,9 Handelstagen, der niedrigste Wert der letzten 20 Jahre lag zuvor bei 14 Tagen (im Jahr 2005).

Natürlich können in einem solchen Spätstadium einer Hausse die Exzesse zunehmen, weil Marktteilnehmer angesichts der guten Entwicklungen völlig unrealistische Erwartungen in weitere Käufe ummünzen, die die Kurse weiter nach oben treiben. Natürlich kann eine anhaltend starke globale Konjunktur die Kurse weiter befeuern und selbstverständlich können die Aktienkurse weiter steigen, weil Anleihen im derzeitigen Umfeld kaum eine Anlagealternative bieten. Doch seit wann agieren Anleger rational? Wie immer bedarf es keines wirklichen Grundes sondern nur eines - auch irrationalen - Anlasses, um die Aktienmärkte auf Talfahrt zu schicken. Anleihen sind dann ganz schnell das kleinere Übel und alles, was eben noch galt, wird auf einmal ganz anders bewertet.

Schaut man zurück, welche Chance/Risiko-Abwägung in solchen Situationen die vernünftigere war, so war die Risikovermeidung bzw. -minimierung meist die bessere Wahl. Kann sein, dass man über einige Wochen oder gar Monate hinten liegt, weil andere - vordergründig Mutigere - davonpreschen. Sie werden jedoch häufig vom plötzlichen Stimmungswandel auf den Boden der Tatsachen zurückkatapultiert. Solchen Risiken möchte ich die MBUI-Anleger (und schon gar nicht die, die erst jüngst investierten) auf keinen Fall aussetzen. Meine Überlegungen gelten also vorrangig der Frage, wie das Risiko des MBUI eher noch ein klein wenig heruntergefahren werden kann, ohne die Chancen auf Ertrag unangemessen zu beschneiden.

Immerhin hat der MBUI in den ersten 10 Kalendertagen des neuen Jahres schon mehr als ein Drittel der jährlichen Zielperformance erwirtschaftet. Es wäre gut, möglichst viel davon auch über die Ziellinie zu retten.

Zunächst stocke ich den "L/S-Aktienfonds Global (Long Bias) 1" auf. Die Ziel-Allokation erhöhe ich von 3,5% auf 4,5%, denn dieser Fonds erfüllt gleich mehrere wichtige Kriterien im Sinne der Mehrwertphasen-Strategie: Die Phasenkorrelation ist stimmig (abgesehen von der allgemeinen Verlustphase von Long/Short-Aktienfonds im Jahr 2016). Der Maximum Drawdown des inzwischen gut sechs Jahre alten Fonds liegt mit 6,50% unter dem allokationsgewichteten DRI, der damit leicht gesenkt werden kann. Die annualisierte Rendite seit Auflage liegt bei 7,46% p.a., was dem Fonds eine Calmar Ratio von 1,15 beschert - ein Wert, der ebenfalls über dem allokationsgewichteten Durchschnitt der MBUI-Zielfonds liegt. Zudem kann ich von der Retail-Anteilsklasse in die institutionelle Anteilsklasse switchen, was dem MBUI (nach Verrechnung der Kickback-Rückerstattung) einen Performanceanteil von immerhin 15 Basispunkten pro Jahr einbringt. Zudem erhöhe ich damit die durchschnittliche Mindestaktienquote aller MBUI-Zielfonds auf nahezu 24%, da der "L/S-Aktienfonds Global (Long Bias) 1" eine Mindestaktienquote von 51% im Prospekt verankert hat.

Hinsichtlich weiterer (Nach-)Investitionen prüfe ich noch, ob sich die vorhandenen Puzzleteile nicht auch noch zu einem noch schöneren Gesamtbild zusammensetzen lassen - eine Tätigkeit, mit der ich mich ohnehin nahezu täglich beschäftige. 

Freitag, 12.01.2018

Im letzten Quartal 2018 zeigte der "Long/Short-Aktienfonds (M&A/Event Driven" eine eher schwache Leistung. Dazu muss man sagen, das man bei 2,54% Drawdown bei einem Fonds, der 8% Rendite pro Jahr anstrebt und diese auch - abgesehen vom jüngsten Drawdown - nahezu erreicht hat, noch nicht wirklich von "schwach" reden kann.


Aber ein Gespräch mit dem Fondsmanagement schadet bestimmt nicht, zumal ich die handelnden Personen bereits seit mehr als fünf Jahren kenne und weiß, dass hier nichts beschönigt, sondern Klartext gesprochen wird. Auf Aussagen zu erwarteten Entwicklungen konnte ich mich hier stets verlassen. Kernaussage: Die Delle wird kurzfristig - womöglich schon innerhalb einiger Wochen - ausgeglichen werden, denn aktuell hat man eine starke Pipeline angekündigter M&A-Aktivitäten. Die größten Transaktionen sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:


Schon der erste Anteilspreis im Januar sollte um knapp 0,5% steigen. Der Fonds wird nur einmal wöchentlich gehandelt. Aufgrund des Jahreswechsels und der Mifid-Umstellungen wird der Kurs per 05.01.2018 wohl erst heute im Laufe Nachmittags in den deutschen Systemen zu sehen sein. Normalerweise geht die Anteilspreisveränderung in den MBUI-Anteilspreis vom Dienstag ein.

Die obige Grafik zeigt übrigens nur den Zeitraum seit Deutschlandzulassung. Tatsächlich existiert der Fonds aber bereits Oktober 2014. Der MBUI ist in der Seed-Anteilsklasse (mit beachtlichen Vorteilen selbst im Vergleich zur Insti-Anteilsklasse) investiert. Leider ist diese seit April letzten Jahres für neue Mittel komplett geschlossen (Hardclose). Per Ende letzten Jahres lag die annualisierte Performance seit Auflage bei 7,43% bei einem Maximum Drawdown von 3,67% und einer Volatilität von 4,1%. Zum Glück habe ich kurz vor Schließung eine größere Position investiert, so dass ich selbst aktuell noch leicht über dem Wert meiner Zielallokation liege.

Samstag, 27.01.2018

Viel Freude bereitet der "Versicherungs-Mischfonds", über den ich bereits mehrfach berichtet habe. Nach dem fast 9%-igen Einbruch in Folge des Hurrikans Irma hat sich alles so entwickelt, wie es das Management prognostiziert hatte. Schließlich wusste man, dass man keine unmittelbar betroffenen Cat-Bonds im Portfolio hatte. ILS-Anleihen (Insurance Linked Securities) waren nur marginal betroffen. Die Ankündigung, dass der Einbruch binnen weniger Monate wieder kompensiert sein würde, ist geradezu buchstäblich umgesetzt worden. Der Vergleich mit einer Wertentwicklung von 8% p.a. (blaue Linie) zeigt, dass der Fonds ohne Zweifel wieder voll auf Kurs ist:


So macht Fondsmanagement Spaß!

Dienstag, 30.01.2018

Die letzten drei Monate zeigen mal wieder, was ein gut strukturierter Dachfonds in hektischen Zeiten zu leisten vermag. Dabei kann man hier wohl - zumindest bislang - kaum von einer nennenswerten Korrektur und schon gar nicht von einer Krise sprechen. Aber immerhin war der in der Grafik abgebildete Drawdown das Maximum, was das Jahr 2017 zu bieten hatte.


Man beachte, dass auch die Rentenmärkte keineswegs ihrer früheren Rolle als Performance-Korrektiv in schlechten Aktienzeiten nachkamen. Ausgehend vom Allzeithoch des EuroSTOXX 50 TR erreichte der Barclays € Aggregate Bond-Index Anfang Januar ebenfalls seinen Tiefstpunkt. Während der Aktienindex dann aber nach oben drehte, fiel der Rentenindex munter weiter.

Der MBUI hingegen (in obiger Grafik diesmal in blau) blieb recht unbeeindruckt und markierte am 23. Januar ein neues Allzeithoch.

Mittwoch, 31.01.2018

Leider gab es zum Monatsschluss noch mal was "auf die Mütze". Fast 400 Punkte hat der DAX in der letzten Handelswoche abgegeben. Es scheint, als würden sich die Marktteilnehmer mit neuen Höchstständen des Aktienbarometers nicht wohlfühlen. Euphorische Märkte - bislang meist ein Indiz für baldige Korrektur oder Baisse - sehen eigentlich anders aus.

Trotz des Rückgangs um 0,66% schließt der MBUI den Monat mit einem Plus von 0,60% ab. Mit der Berg- und Talfahrt im Dezember (Achterbahn ist was anderes) belief sich die Volatilität im Januar auf 2,42% und stellte sich damit auf 12-Monats-Sicht auf 1,94% bzw. seit Auflage auf 2,25% (jeweils auf Tagesbasis berechnet).

Die gestern gezeigt Grafik sieht nun noch ein wenig schmeichelhafter für den MBUI aus. Für alle, die ihre Zweifel an der täglichen Korrelation der Zielfonds-Anteilspreisentwicklung angemeldet haben (ich hatte teilweise heftige Diskussionen beim Fondskongress): Es gab im Januar sieben Handelstage, an denen weniger als ein Drittel der MBUI-Zielfonds gegenüber dem Vortag positiv performten. Die Verteilung auf Multi Asset- oder Alternative-Fonds ist nahezu identisch mit den Zahlen für das Gesamtjahr 2017. Alle Details können (bzw. konnten) Sie dem Monatsbericht entnehmen. Hier können Sie sich die zusammengefassten Ergebnisse für 2017 herunterladen.

Übrigens finden Sie alle Monatsberichte und alle Fondsmanagertagebuch-Updates stets auf der MBUI-Website zum Download. So können Sie jederzeit überprüfen, wenn ich mich auf frühere Meinungsäußerungen beziehe, ob ich hier nicht etwa mogele.

Der DRI ist zum Monatsende auf 7,28 abgesunken. Hierbei handelte es sich aber weniger um eine gezielte Maßnahme zur Risikoabsenkung als vielmehr um die Folge der erwähnten Nachinvestitionen in Fonds, deren Anteil unter die Marke der Zielallokation abgesunken war. Eher zufällig handelte es sich hierbei um Fonds mit unterdurchschnittlichem Maximum Drawdown. Hinzu kam, dass der Rückgang der Kurse bei den offensiveren Fonds in den letzten Tagen etwas höher ausfiel als bei den eher stabilisierenden defensiveren - meist alternativen - Fonds. Durch die tägliche marginale Änderung der Allokation durch unterschiedliche Wertentwicklungen der Zielfonds ändert sich der DRI natürlich auch (meist nur an der zweiten Nachkommastelle). Hier finden Sie eine Erklärung zur DRI-Kennzahl.

Damit endet der Monat Januar und ich bin gespannt, ob die (Aktien-)Märkte kurzfristig weitere Allzeithochs markieren können oder ob wir den Beginn einer - möglicherweise auch heftigeren - Korrektur gesehen haben. Wie immer: Hinterher sind wir alle schlauer und wer jetzt vorgibt, es schon zu wissen, der nutzt tatsächlich nur eine 50:50-Chance, um hinterher sagen zu können, er habe es doch gewusst. In diesem Sinne ...
 
Ihr/euer Jürgen Dumschat  


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