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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für Februar 2019
... Januar-Plus nur leicht ausgebaut

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

angesichts der weiterhin ungelösten politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen fällt es schwer zu glauben, dass der Februar börsentechnisch ziemlich ereignisarm verlief. Auch beim Management de MBUI gab es keine besonderen Herausforderungen, aber auch keine "Hochglanzereignisse".

Aber lassen Sie uns die wenigen Ereignisse, die mir einen Tagebucheintrag wert waren, der Reihe nach Revue passieren.

Ihr/Euer Jürgen Dumschat


(Alle bisherigen Ausgaben des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs bis hin zum Auflagezeitpunkt des MBUI finden Sie - nach Bestätigung des Disclaimers - auf www.mbui.info/fuer-berater-institutionelle-investoren/fondsmanager-tagebuch.)


Freitag, 01.02.2019


Der Fondskongress in Mannheim war zweifelsfrei anstrengend. Mehr als 30 bereits im Vorfeld verabredete und einige zusätzlich sich spontan ergebende Gespräche sorgten dafür, dass ich bei so mancher Gesellschaft gar nicht am Stand vorbeikam. Heute gab es schon Fragen, ob ich überhaupt in Mannheim gewesen sei. Meine Watchlist ist indes um einige Fonds länger geworden. Manches neue Konzept bedarf aber erst der Überprüfung der Praxistauglichkeit. Zu viele tolle Präsentationen habe ich schon gesehen, die später die Frage aufkommen ließen, wie Theorie und Praxis derart auseinender klaffen können.

U.a. habe ich auch ein Gespräch mit dem Manager des "Ausgewogenen Mischfonds 2", mit dessen Entwicklung ich gar nicht zufrieden bin, geführt. Mehr und mehr sieht man die negativen Folgen des Verkaufs der Gesellschaft, die den Fonds aufgelegt hat. Im Zuge des Eigentümerwechsels gab es nämlich auch Änderungen im Management, die jedoch nach außen zunächst eher diskret behandelt wurden. So ist der bisherige Manager bspw. bei Morningstar nach wie vor als alleinverantwortlicher Manager genannt. Bei FWW hingegen finde ich inzwischen die Ergänzung des seit einiger Zeit für den Aktienbereich zuständigen Managers.



14,60% Drawdown waren schon über Gebühr viel, wären jedoch noch akzeptabel, wenn es im Januar einen adäquaten Rebound gegeben hätte. Doch die Gegenbewegung blieb bislang eher verhalten und ich habe - so fair sollte man sein - angekündigt, dass ich den Fonds eliminieren werde, wenn hier nicht kurzfristig bessere Perspektiven erkennbar sind.

Montag, 04.02.2019

Berenberg, immerhin Deutschlands älteste Bank, hat die Anlageberatung deutlich geschrumpft. Angesichts des regulatorischen Aufwandes wurde das Geschäftsvolumen in diesem Segment praktisch halbiert. Das verwaltete Vermögen blieb jedoch nahezu gleich, da vielen Kunden statt Anlageberatung nun die Vermögensverwaltung empfohlen wurde. Einerseits sieht das natürlich so aus, als ob regulatorische Vorgaben dazu führen, dass Anleger in gewisser Weise entmündigt werden. Aber man muss das natürlich nüchtern betrachten. Für so manchen Anleger ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn die Entscheidung zum Verkauf nach gemachtem Verlust nicht mehr emotionsgeladen - und ohne Anlageberatung - umgesetzt werden kann. Voraussetzung ist natürlich eine gute Leistung des Vermögensverwalters.

Freitag, 08.02.2019

"Diese anleihelastigen Mischfonds sind top" lautet eine Überschrift im heutigen Online-Newsletter von FONDSprofessionell. Es geht darum, welche anleihelastigen Mischfonds über 10 Jahre das beste Sparplanergebnis abgeliefert haben. Eine Untersuchung, die die Welt aus zweierlei Gründen nicht braucht: Einerseits beschränkt sich die Untersuchung naturgemäß auf einen Bruchteil der in diesem Segment zur Verfügung stehenden Fonds. Andererseits soll doch im gegenwärtigen Zinsumfeld wohl nicht im Ernst empfohlen werden, einen Sparplan in einen anleihelastigen Mischfonds abzuschließen. Der Sieger dieses überflüssigen Tests hat über die letzten 10 Jahre mit einem Sparplan in gleichbleibender Höhe eine durchschnittliche Rendite von 2,96% erwirtschaftet. Was, bitte, erwartet man denn von den nächsten 10 Jahren? Schon über die letzten vier Jahre gab es keinen Vermögenszuwachs mehr. Das ist mitnichten "top". 

Mittwoch, 20.02.2019 

Darauf haben wohl alle gewartet: Morningstar hat nun doch die Berechnung einer neuen Kennzahl, die bereits im Sommer letzten Jahres entwickelt wurde, medienwirksam publik gemacht. Es handelt sich um die "Representative Cost Methodology", mit der angeblich alle Kosten einer Investmentanlage erfasst werden können. Die erste Veröffentlichung vom 31.08.2018 hat schon nicht ermutigt, an eine verständliche Darstellung zu glauben. Offenbar hat sich an dieser 1.0-Version aber bislang nichts geändert (Download der Regeln zur Berchnung der totalen Fondskosten). Die Fondsgesellschaften werden sich freuen, denn betriebsbedingte Kündigungen für die IT-Abteilung können b.a.W. ausgesetzt werden.

Warum kann sich denn niemand damit abfinden, dass sämtliche Kosten (klar ersichtliche Abschlussprovisionen ausgenommen) im täglichen Fondsanteilspreis (inkl. Ausgleisberechnungen, um dem schwankenden Fondsvolumen Rechnung zu tragen) enthalten sind. Sollte wirklich jemand auf die Idee kommen, sich bei der Wahl zwischen Fonds A (TER = 3,98%) und Fonds B (TER = 0,45%) nur aufgrund der niedrigeren Kosten für Fonds B (rote Linie in der Grafik) zu entscheiden?



Beide Fonds sind übrigens Zielfonds des MBUI. In beiden Fällen stimmt die Kostenberechnung unter Logikaspekten nicht mit den aus dem Jahresbericht ersichtlichen Kosten überein.    

Mittwoch, 27.02.2019

Wenn Krokusse und Schneeglöckchen blühen, dann ist klar, dass die kalte Jahreszeit bald vorbei ist. Ähnlich kommt es mir vor, wenn nach dem Katastrophenjahr 2018, in dem man mit kaum einer Assetklasse gewinnen konnte, einzelne Fonds neue Allzeithochs erreichen. Heute waren es gleich zwei MBUI-Zielfonds, die ihren bisherigen Höchststand überbieten konnten. Der "Defensive Mischfonds 5" hat allerdings in diesem Jahr kontinuierlich neue Höchststände markiert. Er befindet sich bereits seit neun Monaten im Mehrwertmodus und ist damit eine der großen Ausnahmen im MBUI-Portfolio. Bemerkenswert ist jedoch das neue Allzeithoch des "Diversified Income-Fonds 1", der nach einer Verlustphase, die am 21.12.2018 mit einem Drawdown von 7,26% endete, jetzt schon wieder ein neues Allzeithoch erreicht hat. Übrigens: In beiden Fällen handelt es sich um Multi Asset-Fonds.

Donnerstag, 28.02.2019

Der Frühling naht ganz offensichtlich, denn heute konnte auch der "Long/Short Zins- und Devisenfonds" ein neues Allzeithoch ausbilden. Allerdings ist dieser Liquid Alternative-Fonds seit Jahresbeginn im Mehrwertmodus, so dass ein neuer Höchststand keine wirkliche Überraschung ist. Aber es sind genau diese Fonds, die dem MBUI in den letzten Tagen des Februar mit einem kleinen Plus über die Ziellinie verhelfen.

Immerhin gab es auch Fonds, die in den ersten zwei Monaten noch kein Plus erzielen konnten. Dazu gehört der "Flexible Long/Short-Aktienfonds Europa 1", der jedoch im Gegenzug das Jahr 2018 mit einem Plus (!) von 3,45% abgeschlossen hatte. Er darf sich ein wenig ausruhen, denn er wird für die nächste Krisenphase gebraucht. Ein - allerdings nur marginales - Minus für dieses Jahr legte auch der "Volatilitätsfonds 2" vor. Hier prüfen wir gerade eine Alternative, denn es macht uns zunehmend den Eindruck, dass die Beimischung von Credit-Volatilität, die der "Volatilitätsfonds 2" vor kurzem implementiert hat, dem Fonds noch nicht (oder vielleicht sogar gar nicht) zur erhofften Ergebnisverbesserung verhilft. Der Dritte im Bunde ist der "Saisonale Trendfolge-Aktienfonds", von dessen Konzept wir uns viel versprochen haben. Dieser Fonds, an dessen Seeding wir (mit weniger als 1% des Fondsvermögens) beteiligt waren, kannte bislang nur eine Richtung. Seit Auflage Anfang Juli letzten Jahres verlor der Fonds kontinuierlich an Wert. Aktuell liegt er bei einem Drawdown von 8,62%. Dies ist mir für einen marktneutralen Long/Short-Aktienfonds eindeutig zuviel und beim Fondsinitiator wurde schon avisiert, dass der Fonds bei uns angezählt ist.

Klar ist: Wenn nur drei Fonds in diesem Jahr im Minus liegen, dann müssen alle anderen im Plus liegen. Eindeutiger Performance-Spitzenreiter ist der "Alternative Multi Asset-Fonds 2" mit einem Plus von 8,46%. Auch hier ist es wohl nur eine Frage von Tagen, ehe ein neues Allzeithoch erreicht ist. 7,80% erwirtschaftete der gestern schon erwähnte "Diversified Income-Fonds 1" gefolgt vom "SPSW - WHC Global Discovery", der mit 6,73% Plus zum Ergebnis des MBUI beitrug. Auf Rang 4 und 5 folgen der "Volatilitätsfonds 1" (6,64% Plus) und der "Long/Short-Aktienfonds Europa 4" (6,57% Plus). 

Im Vergleich zum DAX, der in den ersten beiden Monaten des Jahres an 19 von 42 Handelstagen ein negatives Tagesergebnis ablieferte, konnte der MBUI die Verlusttage auf 11 begrenzen. Mit dieser kontinuierlichen Entwicklung ist die Volatilität seit Fondsauflage (berechnet auf täglicher Basis) nun auch wieder leicht auf 2,71% zurückgegangen.  

Hoffen wir nun, dass die Bereinigung der Verwerfungen des letzten Jahres im März weitere Fortschritte macht. Bislang haben sich die Relationen der Entwicklung von Multi Asset- und Liquid Alternative-Zielfonds auf jeden Fall wieder der Normalität angenähert. In den ersten zwei Monaten hat jeder Multi Asset-Zielfonds im Schnitt 0,08% pro Handelstag zum MBUI-Ergebnis beigetragen. In einer Aufwärtsphase der Aktienmärkte performen Liquid Alternative-Fonds in der Regel deutlich zurückhaltender. Die Korrektur der Fehlentwicklungen im vergangenen Jahr bescherte den Liquid Alternative-Zielfonds des MBUI jedoch bislang einen durchschnittlichen Tagesertrag von 0,06% (was einer annualisierten Jahresrendite von gut 15% entspricht). So wird es natürlich nicht weitergehen. Wie es weitergeht erfahren Sie in der nächsten Ausgabe des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr/Euer Jürgen Dumschat
 

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