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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für März 2019
... geht dem Rebound die Puste aus?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

inzwischen wissen wir es natürlich besser, aber natürlich konnten wir Ende März noch nicht ahnen, dass die Erholung sich so fulminant fortsetzen würde. Knapp 3% Plus im ersten Quartal sind im gegenwärtigen Zinsumfeld im Normalfall das Ergebnis eines ganzen Jahres. Andererseits konnte das Plus des ersten Quartals den Drawdown der vorangegangenen drei Monate noch nicht kompensieren. So bewegten wir uns Ende März zwischen Bangen und Hoffen und wussten natürlich mal wieder nicht, was die Zukunft bringt.

Also beschäftigen wir uns erst mal mit den vergangenen Ereignissen, die mir im März einen Tagebucheintrag wert waren.

Ihr/Euer Jürgen Dumschat


(Alle bisherigen Ausgaben des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs bis hin zum Auflagezeitpunkt des MBUI finden Sie - nach Bestätigung des Disclaimers - auf www.mbui.info/fuer-berater-institutionelle-investoren/fondsmanager-tagebuch.)


Mittwoch, 06.03.2019


Mit dem heutigen Anteilspreis liegt der MBUI seit Jahresbeginn mit mehr als 3% im Plus. Das ist bemerkenswert, denn der Ansatz des MBUI zielt auf eine Wertentwicklung, die um 300 Basispunkten über dem EONIA-Zins liegen soll. Letzterer liegt aktuell bei minus 0,37%. Damit zeigt sich immer mehr, dass die irrationalen Entwicklungen des letzten Jahres (und insbesondere in dessen letzem Quartal) durch Übertreibungen in die Gegenrichtung normalisiert werden. Wie könnte es auch anders sein?

Aber natürlich wird es noch einige Zeit dauern, ehe der eigentlich unnötige Einbruch der Märkte wieder kompensiert sein wird - Zeit, in der (gemessen an den Marktentwicklungen) weiterhin mit überdurchschnittlicher Wertentwicklung zu rechnen sein dürfte. Dies schließt einen erneuten Rückgang nicht aus, wobei aber damit zu rechnen ist, dass die Korrektur der ungewöhnlichen Verwerfungen auch bei temporär rückläufigen Märkten "unter der Oberfläche" fortgesetzt wird. Dies deutet sich alleine schon dadurch an, dass der MBUI in diesem Jahr deutlich weniger Verlusttage in Kauf nehmen musste als bspw. der DAX.

Montag, 11.03.2019

Mit dem Seed-Investment in den "Saisonalen Trendfolge-Aktienfonds" hatten wir leider keinen Erfolg. Das grundsätzlich schlüssige Konzept des Fonds funktioniert offensichtlich in einem vom billigen Geld der Notenbanken stimulierten Marktumfeld nicht so, wie zu erwarten. Schade, denn ich war (und bin es eigentlich nach wie vor) sehr überzeugt von diesem Konzept.

Es zeigt sich, dass die selbst gesetzte Restriktion, stets nur maximal 1% des Fondsvermögens in einem Seed-Investment zu allokieren, durchaus sinnvoll ist, selbst wenn man vom Konzept überzeugt ist. Das Risiko ist damit sehr überschaubar, zumal ja bei Fehlenentwicklungen jederzeit die Reißleine gezogen werden kann. Recht positiv hat sich hingegen unser erstes Seed-Investment, der "Defensive Global Macro-Fonds 3", entwickelt. Der Maximum Drawdown im letzten Jahr konnte auf 7,00% begrenzt werden und aktuell steht der Fonds kurz bereits wieder vor einem neuen Allzeithoch.

Auch der "Ausgewogene Mischfonds 2" wurde liquidiert. Aufgrund eines Eigentümerwechsels des Fondsinitiators gab es eine Neuordnung der Zuständigkeiten im Fondsmanagement, mit der ich nicht einverstanden bin. Der Fonds musste aufgrund einiger im letzten Quartal illiquider Aktieninvestments Federn lassen. Sein Dradown lag über, sein Rebound bislang jedoch unter den Erwartungen. Das ist eine schlechte Kombination fürs Überleben im MBUI-Portfolio.

Im Gegenzug wurde der "Algorithmus-gesteuerte Aktienfonds 1" ins MBUI-Portfolio aufgenommen. Schade, dass ich die "konzeptionelle Reinkarnation" des mir seit vielen Jahren bekannten Fonds nicht früher entdeckt habe. Das ist allerdings auch gar nicht so einfach gewesen, denn der Fonds existiert bereits seit 21 Jahren und sieht in der Geseamtbetrachtung nicht gerade toll aus:



Selbst nach 11 Jahren lag der Anteilspreis noch (bzw. wieder) unter dem Höchststand des Jahres 2007. Erst wenn man weiß, dass seit Mitte 2016 mit einer veränderten Systematik gearbeitet wird, kann man die Leistungsfähigkeit dieses Fonds richtig einschätzen. Aufgefallen war mir der Fonds im Zuge der Fondsselektion für das alljährliche €uro-spezial "Vermögensverwaltende Fonds" für den Finanzen Verlag. Gut, dass ich mir die Fonds - über Monate verteilt - individuell anschaue, denn über Rankings findet man einen Fonds mit einer solchen Historie wohl kaum. Auch drei Sterne von Morningstar (vor drei Monaten waren es noch zwei) regen ja nicht gerade dazu an, hier ein Juwel zu vermuten. Man muss also wissen, dass die jüngste Entwicklung kein Zufall ist.

Ein marginal positives Ergebnis in Q4/2018 und ein Plus von 4,13% für das Gesamtjahr 2018 sowie ein (annualisiert) zweistelliges Plus seit 01.07.2016 - der Fonds ist eine phantastische Ergänzung für das MBUI-Portfolio. Soll mich da die vergleichsweise hohe TER von 2,18% (hiervon werden 0,40% als Kickback erstattet) stören? Der Fonds wird mit rund 3,4% allokiert - spätere Aufstockungen nicht ausgeschlossen.

Dienstag, 12.03.2019

Der "Long/Short Zins- und Devisenfonds" hangelt sich von einem Allzeithoch zum nächsten. Kein Wunder, denn der Fonds ist vollkommen unabhängig von den Aktienmärkten. Sein Maximum Drawdown betrug im letzten Jahr nur 2,81% und - was noch viel besser ist - dieser Drawdown erfolgte im August letzten Jahres. Bis zum Jahresende war der geringe Verlust wieder aufgeholt und seitdem bewegt der Fonds sich im Mehrwertmodus. Das Jahr 2018 schloss er übrigens mit einem Plus von 6,03% ab.  

Dienstag, 26.03.2019 

Nachdem der MBUI-Anteilspreis bis Mitte März schon fast um 1% gestiegen war, stehen wir mittlerweile wieder da, wo wir den Monat begonnen haben. Schade eigentlich. Ist der Korrektur des letztjährigen Markteinbruchs schon wieder die Puste ausgegangen?

Freitag, 29.03.2019

Nun konnte der März doch noch mit einem kleinen Plus in Höhe von 0,20% beendet werden. Für das erste Quartal ergibt sich damit ein Plus von 2,83% - das ist mehr als das mittelfristige durchschnittliche Jahresziel in Höhe von 300 Basispunkten über EONIA.

Hier die fünf performancestärksten Zielfonds im ersten Quartal:



Das sind durchweg nicht die auf mittlere und lange Sicht performancestärksten MBUI-Zielfonds, was zeigt, dass vor allem Fonds, die unter den irrationalen Märkten des letzten Quartals 2018 besonders gelitten hatten, ihr "Wiedergutmachungs-Potenzial" im ersten Quartal dieses Jahres abrufen konnten. Jegliche Zweifel an der Mehrwertphasen-Systematik, die sich Ende letzten Jahres breitmachten, als knapp zwei Drittel aller MBUI-Zielfonds gleichzeitig einen neuen Maximum Drawdown seit Auflage des jeweiligen Fonds markierten, sind damit beseitigt. Es war eine Ausnahmesituation, die sich natürlich wiederholen kann (und sicherlich irgendwann auch wiederholen wird). Jegliche Logik, die auch Ende letzten Jahres dafür sprach, dass ein derartiges Auseinanderdriften von Wert und Bewertung wieder korrigiert wird, wird jedoch durch die Entwicklungen des zu Ende gehenden Quartals gestützt.

Ein deutliches Indiz für das grundsätzliche Funktionieren der Mehrwertphasen-Strategie ist auch der vergleichsweise hohe Anteil der Liquid Alternative-Zielfonds an der Gesamt-Performance des Quartals. In Phasen starker Aktienbörsen erzielen klassische Mischfonds nämlich eine deutlich höhere Performance als Liquid Alternatives. Nicht selten macht der Anteil der Mischfonds an der Gesamt-Performance in solchen Phasen 80% bis 90% aus. In diesem ersten Quartal waren es aber nur rund 63%, weil Alternative-Fonds ihre ungewöhnlich hohen Verluste durch ungewöhnlich hohe Erträge (teil)kompensieren konnten. Nicht von ungefähr sind unter den oben genannten fünf performancestärksten Fonds des ersten Quartals sage und schreibe drei Alternative-Fonds. Unter normalen Umständen wäre dies in einem starken Aktienquartal, wie wir es gerade erlebt haben, undenkbar.
 
All das macht Mut und wir werden sehen, wie es weitergeht. Sie erfahren es in der nächsten Ausgabe des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs.

In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr/Euer Jürgen Dumschat
 

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