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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für November 2019
... Auftakt zur Jahresschluss-Rallye

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

markierte der Oktober mit seinem stattlichen Aufschwung nach dem Einbruch der ersten Oktobertage den Auftakt für eine Jahresend-Rallye, die wir in den letzten beiden Jahren zwar erhofft, dann aber doch vermisst haben? Gerne erinnern wir uns an die Jahre zuvor, als im vierten Quartal ein DAX-Plus von 9,23% (2016) oder 11,21% (2015) verbucht werden konnte. In 2014 gab es in den ersten beiden Oktoberwochen erst mal ein herbes Minus von 10,52%, doch dann startete auch in diesem Jahr die Jahresend-Rallye mit 14,39% Plus (was letztendlich in Q4 insgesamt zu einem Plus von 2,36% führte). 2017 wurde der Oktobergewinn durch die Verluste im November und Dezember nahezu verspielt. Doch in unserer Erinnerung ist uns natürlich das vierte Quartal des vergangenen Jahres mit einem DAX-Minus von 13,78% am nähesten.

Wie geht es weiter? Für das gesamte vierte Quartal kann ich diese Frage noch längst nicht beantworten. Alles ist möglich, also schauen wir uns also doch zunächst mal die Entwicklungen im November an.

(Alle bisherigen Ausgaben des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs bis hin zum Auflagezeitpunkt des MBUI finden Sie - nach Bestätigung des Disclaimers - auf www.mbui.info/fuer-berater-institutionelle-investoren/fondsmanager-tagebuch.)


Freitag, 01.11.2019


Monatsauftakt mit einem Feiertag in Luxemburg. Für 14 von 27 MBUI-Zielfonds wurde deshalb für heute keine Anteilspreis ermittelt. Der MBUI verliert 0,02%, obwohl er eigentlich deutlich hätte zulegen müssen. Aber natürlich geht die Performance nicht verloren.

Montag, 04.11.2019

Plus 0,22% ... nun sind alle Zielfonds wieder in der Spur (inkl. der nicht gemessenen Freitags-Performance). Nachdem der Umbau des MBUI im vergangenen Monat abgeschlossen wurde, vergleiche ich natürlich die Entwicklung mit allen möglichen Fonds. Bis jetzt gibt es nichts zu mäkeln an der aktuellen Allokation. 

Donnerstag, 07.11.2019

Der Bund-Future ist wieder unter 170 Punkte gefallen. Damit wurde ein erheblicher Teil des bvis zum 03. September aufgelaufenen Jahresgewinns (Höchststand = 179,32 Punkte) wieder getilgt.



Doch auch nach diesem Rückschlag liegen die Kursgewinne für Anleihen noch weit über den Erwartungen für dieses Jahr.

Freitag, 08.11.2019

Der November begann stark. Der MBUI legte fünf Tage mit Plus in Folge hin. 0,66% Wochengewinn ist keine Selbstverständlichkeit für diesen eher defensiv ausgerichteten Fonds. Ein Grund mehr, sich zu freuen.

Dienstag, 12.11.2019

Soll man nun Mut fassen oder Angst bekommen? Je häufiger man hört, dass sich die Märkte im Endstadium der längsten Hausse seit Menschengedenken befinden, desto mehr scheinen die Märkte demonstrieren zu wollen, dass sie noch immer robust sind. Erstmals stieg der S&P 500 über 3.100 Punkte und auch Nasdaq legte ein neues Allzeithoch hin. Doch jedes Mal, wenn es heißt "Diesmal ist alles anders", kommt einem in den Sinn, dass man genau mit diesem Spruch in der Vergangenheit schon viel Geld verlieren konnte.

Aber natürlich leuchtet auch ein, dass für Märkte, die offensichtlich noch für lange Zeit mit niedrigen oder gar negativen Zinsen auskommen müssen, andere Regeln gelten müssen. Doch je länger wir fragen, was die Alternativen zu Aktien sind, desto mehr müssen wir auch im Hinterkopf haben, dass sich damit natürlich eine Assetpreis-Inflation stetig weiter nach oben schraubt. Irgendwann purzeln die Kurse.

Man fühlt sich an das Spiel mit den Holzklötzchen erinnert, die wir als Kinder aufeinander türmten. Mit jedem weiteren Klötzchen stieg die Gefahr, dass der ganze Turm zusammenbricht. Auch uns Kindern war klar, dass wir es nicht schaffen würden, die Stabilität dauerhaft aufrecht zu erhalten. Es war nur die Frage, wer - und wann - mit seinem nächsten Klötzchen für den Zusammenbruch verantwortlich sein würde.

Freitag, 15.11.2019

Ganz außerordentlich bemerkenswert ist die Entwicklung des "Alternativen Aktienstrategie-Fonds 1", der in diesem Jahr 7,37% zugelegt hat. Das scheint angesichts der Entwicklungen in diesem Jahr auf Anhieb nicht spektakulär. Doch seit Februar des Jahres ist der Fonds über Index-Futures komplatt ab- und in den folgenden Monaten zunehmend übersichert. Aktuell stehen den sorgfältig ausgewählten Aktien (durchweg mehr als 90% des Fondsvermögens) auf der Long-Seite sage und schreibe Futures-Absicherungen in Höhe von 170% des Fondsvermögens gegenüber.



Ich habe bereits erwähnt, dass sich dies ganz besonders in den Verlustmonaten Mai und August mit 5,23% bzw. 3,96% Plus bemerkbar gemacht hat. Trotzdem müsste man eigentlich davon ausgehen, dass ein dermaßen übersicherter Aktienfonds bei den in diesem Jahr gut gelaunten Aktienmärkten Verluste einfährt. Mit seinem konzentrierten Aktienportfolio, in dem aktuell weniger als 10% im Euro-Raum investiert sind, gelingt es also bei steigenden Märkten ein Alpha zu erwirtschaften, welches vermuten lässt, dass bei einem plötzlichen Einbruch der Märkte ein überproportionales Plus erwirtschaftet werden kann.

Aber der Fonds kann sich bei entsprechender Signallage natürlich auch netto long positionieren. Dies zeigt sich in der Entwicklung seit Start der Strategie bis in den Frühsommer 2018. Leider haben die Signale dann verspätet angeschlagen, so dass ein beträchtlicher Teil des aufgebauten Gewinns wieder hergegeben werden musste. Doch unterm Strich kann man mit der Performance sehr zufrieden sein, insbesondere dann, wenn sie in Zeiten erzielt wird, in denen die Märkte Federn lassen. 

Das ist auf jeden Fall ein deutlich besseres Investment als der "OneCoin", mit dem Ruga Ignatova offensichtlich 4 Milliarden US Dollar veruntreut hat. Sie wird nun international gesucht. Anleger suchen derweil ihr Geld.


Dienstag, 19.11.2019

Während Venedig in den Fluten versinkt, werden die europäischen Aktienmärkte von den Anlegern geflutet. Diese Anlagekategorie verzeichnet in der vierten Woche in Folge Nettozuflüsse bei einem Rekordvolumen von 1,35 Milliarden Euro.

Apple ist derweil mit einer Marktkapitalisierung von 1,17 Milliarden US Dollar so viel wert wie der gesamte US-Energiesektor. Der Börsenwert von Disney entspricht dem Gesamtwert der fünf größten europäischen Banken.

Montag, 25.11.2019

Nun ist es offiziell: Michael Bloomberg, Gründer der Finanzdatenagentur Bloomberg L.P. und Bloomberg Television sowie von 2002 bis 2013 Bürgermeister von New York, gab gestern seine schon länger erwartete Kandidatur für die nächstjährige US-Präsidentenwahl bekannt. Bloomberg war von 2000 bis Oktober 2018 Mitglied der Republikanischen Partei und tritt nun für die Demokraten, deren langjähriges MItglied er auch vor 2000 war, als Präsidentschaftskandidat an. Seine Bewerbung begründete er u.a. wie folgt: "Wir können uns vier weitere Jahre mit Präsident Trumps rücksichtslosem und unethischem Handeln nicht leisten. Er stellt eine existenzielle Bedrohung für unser Land und unsere Werte dar."

Für viele Amerikaner sollte dies eine gute Nachricht sein, denn mit den nach Biden´s tendenziell sinkender Popularität aktuell ernsthaftesten Kandidaten der Demokraten (Bernie Sanders und Elisabeth Warren) wäre ein politischer Rutsch nach links zu erwarten. Wenn jemand gute Aussichten im Rennen um die Kandidatur für die Demokraten hat, dann hoffentlich Michael Bloomberg.

Für die Börsen wäre Michael Bloomberg als US-Präsident wohl die beste Alternative für Donald Trump. Aber auch in vielerlei anderer Hinsicht punktet Bloomberg. So hat er bspw. am 22.04.2018 angekündigt, dass er die 4,5 Milliarden US-Dollar, die die Vereinigten Staaten im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens zugesagt hatten, aus eigener Tasche bezahlen würde, nachdem die Trump-Administration den Ausstieg aus dem Abkommen angekündigt hatte. Als Bürgermeister von New York hat er für ein symbolisches Gehalt von einem US Dollar gearbeitet.

Mittwoch, 27.11.2019

Gestern stieg der Anteilspreis um 0,35%. Quittiert wurde dies mit einem Anstieg der MBUI-Volatilität auf 2,77% (berechnet auf Basis täglicher Anteilspreise seit Fondsauflage). Seit Jahresanfang bewegt sich die Volatilität in der Bandbreite von 2,71% bis 2,77%. Damit liegt die Volatilität nach wie vor im unteren Bereich der Bandbreite des SRRI 3 (2,50% bis 5,00%).

Freitag, 29.11.2019

Der MBUI schließt den November mit dem drittbesten Montasergebnis seit seiner Auflage ab. Die über die letzten Monate erfolgten Umstellungen in der Allokation (die letzten zwei Positionen wurden im Oktober ausgetauscht) machen sich offensichtlich bezahlt. Der MBUI liegt wieder voll im Trend vergleichbarer (guter) Fonds mit einer defensiven Relation von Chance und Risiko. Hoffen wir nun, dass der Dezember uns - im Gegensatz zum Vorjahr - ein gutes Ergebnis beschert. Mit einem Plus von 1,52% sind die ersten beiden Monate des Jahresschluss-Quartals auf jeden Fall überragend gut gelaufen.

Der MBUI liegt seit Jahresbeginn mit 4,21% im Plus. Für die künftige Entwicklung ist aber natürlich die aktuelle Allokation des MBUI von entscheidender Bedeutung. Ich erinnere noch mal daran, dass diese Allkoation seit Auflage des MBUI bis in den Spätsommer 2018 hinein eine ähnlich gute Entwicklung vorgelegt hätte, die die MBUI-Entwicklung bis dahin. Aufgrund der Erkenntnisse des absolut ungewöhnlich verlaufenen vierten Quartals 2018 hat die sukzessive angepasste Allokation in ihrer jetzigen Zusammensetzung seit Jahresbeginn ein Plus von mehr als 10% erzielt. Zieht man hiervon die MBUI-Kosten ab (die Kosten der Zielfonds sind in diesem Ergebnis ja bereits berücksichtigt), so hätte die aktuelle Allokation nach allen Kosten in den elf Monaten dieses Jahres ein Ergebnis von deutlich mehr als 8% eingebracht. Das ist auch nach einem verkorksten Jahr wie 2018 ein starkes Ergebnis für den MBUI und es bestärkt uns in der Hoffnung, nun eine für alle Fälle gute Zusammensetzung von Zielfonds gefunden zu haben.

Hoffen wir nun noch auf einen guten Jahresabschluss!


In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr/Euer Jürgen Dumschat
 

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