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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für Januar 2020 
... gute Entwicklung des MBUI trotzt den Märkten

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

DAX minus 2,02%, EuroSTOXX 50 TR minus 2,66%, ein nahezu unveränderter S&P 500, aber Anleihen im Plus - dabei hatte sich der Monat zumindest bis zum 24. Januar ganz gut entwickelt. Doch dann kam Corona - und längst wissen wir, dass damit keine mexikanische Biermarke gemeint ist.

Doch der MBUI entwickelte sich mit der Gelassenheit, wie sie nur ein breit gestreutes Depot zeigen kann, in dem Stärken und Schwächen einzelner Fonds gut aufeinander abgestimmt sind. Aber Vorsicht: So wie es Phasen gibt, in denen es auf allen Kanälen gegen einen läuft, so waren die Marktvorgaben - also das, was sich unterhalb der Indexoberfläche (und damit für die meisten nicht sichtbar) abspielte - im Januar so, wie man es sich als MBUI-Anleger nur wünschen kann. Dementsprechend beendete der MBUI den Monat mit einem Plus von 0,51% - ein starkes Ergebnis für einen eher schwachen Monat.
 
(Alle bisherigen Ausgaben des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs bis hin zum Auflagezeitpunkt des MBUI finden Sie - nach Bestätigung des Disclaimers - auf www.mbui.info/fuer-berater-institutionelle-investoren/fondsmanager-tagebuch.)


Donnerstag, 03.01.2020


Ein DAX-Plus von 1,03% gleich am ersten Handelstag des Jahres weckte Hoffnungen, die der heutige Tag mit einem Minus von 1,25% gleich wieder im Keim erstickte. Dabei gibt es eine ganze Reihe guter Argumente, dass es nach dem unerwartet guten Börsenjahr 2019 durchaus noch weiter Luft nach oben geben könnte. Die Rezession in 2019 entpuppte sich als ein von den Medien aufgebauschtes Phänomen, welches durch Untergangsprognosen für 2020 nicht nachträglich gerechtfertigt werden kann. Gerade fiel der Ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet aus und die Prognosen für die weitere Wirtschaftsentwicklung - egal ob von der OECD oder dem IWF - deuten eher auf eine nach oben gerichtete Entwicklung hin.

Früher hätte man wohl gemutmaßt, dass solche Entwicklungen von den Börsianern bereits mit der Kursentwicklung zum Jahresende eingepreist seien. Heute begegnen die Bullen solchen Argumenten mit TINA ("There is no alternative") und in der Tat scheint die Preisentwicklung von Immobilien und Anleihen kritischer als die der Aktienkurse, die im Gegensatz zu anderen Assets von weiterem Gewinnwachstum profitieren können. Dass sich dabei die Bewertungsmaßstäbe im Koordinatensystem niedrig bis gar nicht verzinster Anleihen nach nach oben verschieben, erscheint zudem zunehmend vielen Marktteilnehmern nachvollziehbar.

Doch irgendwann muss die Luft auch mal wieder abgelassen werden. Wie schnell die Anlegerstimmung umschlagen und (auch ungerechtfertigt) in die Gegenrichtung übertreiben kann, haben wir oft genug erlebt. Es scheint manchmal, als würden sich Anleger nach guter Partystimmung regelrecht nach einem Kater sehnen. So mag zunächst die Offensive das Spiel gewinnen, doch am Ende kann es die Defensive sein, welche die Meisterschaft gewinnt. Der Dämpfer des heutigen Tages sorgte da mal wieder für Bodenhaftung.

Montag, 06.01.2020

Der heutige Schlusskurs des DAX liegt seit Jahreswechsel leicht im Minus, der MBUI mit 0,11% im Plus - ich muss zugeben, dass mir das gut gefällt. Allerdings ist die anhand täglicher Anteilspreise gemessene Volatilität des MBUI seit Auflage erneut um einen Basispunkt gestiegen. Jedes Mal, wenn die Vola des MBUI in letzter Zeit - stets nur um einen Basispunkt - stieg, war ein deutlich steigender Anteilspreis dafür verantwortlich. Habe ich schon mal erwähnt, warum ich die Sharpe Ratio als Maß für Risiko und Qualität nicht mag?

Im Nahen Osten eskaliert die Entwicklung. Schneller als gedacht kommt hier möglicherweise ein Schwarzer Schwan um die Ecke. Trump bescherte den Märkten mit der gezielten Tötung eines iranischen Generals im wahrsten Sinne des Wortes einen explosiven Jahresauftakt.

Dienstag, 07.01.2020

Immer wieder werden Stimmen laut, die europäischen Aktien ein gehöriges Nachholpotential bescheinigen. Festgemacht wird dies an den vermeintlich deutlich niedrigeren Bewertungen europäischer Aktien. Doch schaut man sich die Daten mal genauer an, so kann man schnell ins Grübeln kommen.



Betrachtet man (neben vielen anderen Faktoren) nur mal die Eigenkapitalrendite und die operative Marge der US-Indices im Vergleich zu Europa und insbesondere Deutschland, so kann man fragen, ob das höhere KGV der Nasdaq-Unternehmen nicht die bessere Wahl ist, zumal es ja bekanntlich nur einige wenige - aber dafür besonders große - Unternehmen sind, die das KGV nach oben drücken. Staunend wird aber so mancher Befürworter von Europa-Aktien zur Kenntnis nehmen müssen, dass der DAX sogar ein höheres KGV aufweist als der S&5 500. 

Bedenklich stimmt allenfalls, dass die US-Indices ihre Dynamik zunehmend aus der Entwicklung einiger weniger Unternehmen herleiten, die aufgrund ihrer hohen Marktkapitalisierung die Indexentwicklung nach oben treiben, während die große Mehrheit der Unternehmen nicht annähernd mit der Indexentwicklung mithalten kann. Dies mag - aktuell und in den letzten Jahren - für ETF-Investments sprechen. Allerdings lehrt die Erfahrung, dass tiefer fällt, was hoch gestiegen ist. ETF-Anleger könnten bei einer Korrektur deutlich härter getroffen werden als bei aktiv und umsichtig gemanagten Fonds. Aber ich wiederhole mich ...

Donnerstag, 09.01.2020

Bis jetzt war jede Tagesbewegung des DAX in diesem Jahr entweder größer als plus 0,70% oder kleiner als minus 0,70%.  

Freitag, 10.01.2020

Besonnene Reaktionen Trumps sind ja eher selten, so dass man nur vermuten kann, dass ihm jemand das Smartphone entwedet oder seinen Twitter-Account gesperrt hat. Sanfte offizielle Töne, wie man sie nach einem Raketenschlag auf einen US-Stützpunkt und dem anschließenden Abschuss eine ukrainischen Verkehrsmaschine eher nicht erwartet hätte. Die Börsen honorieren es. Der DAX stieg seit Mittwoch um 2,78%. Erinnerungen an 2018 werden wach.   

Donnerstag, 16.01.2020


Die Hoffnungen der Anleger auf die Unterzeichnung des Phase-1-Abkommens zwischen den USA und China haben sich erfüllt. Gestern war es soweit. Nun scheint der Weg frei für weitere Kurssteigerungen.

Freitag, 17.01.2020 

16 Punkte fehlten dem DAX heute noch für ein neues Allzeithoch. Fast zwei Jahre hat es gedauert, um wieder diese Höhen zu erklimmen. 

Freitag, 24.01.2020

Na endlich. Nach dem gestrigen Rückschlag eröffnet der DAX heute oberhalb seines bisherigen Allzeithochs vom 23.01.2018 und schließt mit 13.576,68 Punkten. 

Montag, 27.01.2020

Die Börse ist und bleibt ein Irrenhaus. Man glaube bitte niemandem, der verspricht, Kursentwicklungen voraussagen zu können. Am Mittwoch letzter Woche wurden Trader ganz gehörig an der Nase herumgeführt. Wer nämlich glaubte, dass der Ausbruch in Richtung eines neuen Jahreshochs zwangsläufig Folgekäufe nach sich ziehen würde, der hatte die Bären nicht auf dem Plan. Am Donnerstag sank der DAX schon wieder auf 13.388 Punkte. Wer nun aber mit den Bären ziehen wollte, erlebte am Freitag das nächste Desaster. Alles klar also? Der Trend geht doch nach oben? Fehlanzeige: Heute schloss der DAX bei 13.205 Punkten. Also 2,73% Tages-Minus aus Angst vor dem Corona-Virus gepaart mit einem leicht rückläufigen Ifo-Geschäftsklima.

Dienstag, 28.01.2020

Na, da haben wir ja viel Gespächsstoff für die heute Abend von mir zu moderierenden IVIF-Fondsmanagergespräche: Anleger haben laut Bloomberg in den letzten Tag 1,16 Billionen US Dollar in negativ verzinste Staatsanleihen umgeschichtet. Sichere Häfen stelle ich mir anders vor.

Donnerstag, 30.01.2020

Der Fondskongress ersparte mir mal wieder viele ansonsten einzeln zu vereinbarende Gespräche. Gestern hatte ich neben vielen meist kurzen Gesprächen an Ständen oder auf dem Weg von A nach B insgesamt 17 One-on-One-Termine. 14 davon waren nicht mit einem Stand beim Kongress vertreten. So manchen Fondsinitiator oder -manager, mit dem ich längst telefonisch und per Mail Informationen ausgetauscht hatte, lernte ich hier erstmals auch persönlich kennen. Zu den bereits 27 ernsthaften Interessenten für die Teilnahme an der diesjährigen Hidden Champions Tour im September kamen drei neue hinzu. Seien Sie jetzt schon gespannt, denn es ist ein starkes Angebot an qualitativ hochwertigen Fonds im Markt, die kaum jemand kennt. 

Die Tage in Mannheim haben sich mal wieder gelohnt. U.a. habe ich endlich den Kontakt zu einem britischen Asset Manager gefunden, den ich seit nunmehr einem Jahr verzweifelt versucht habe, herzustellen. Erst ein in der Nähe von London lebender Geschäftsfreund, den ich bat, dort anzurufen, brachte den Durchbruch. Es war tatsächlich so, dass unbekannte Mail-Adressen abgewiesen und deutsche Anrufer einfach nicht zurückgerufen wurden. Mehr als einmal hörte ich "We care for you" ... und nichts geschah. Inzwischen habe ich den Kontakt zu einem österreichischen Mitarbeiter, der sich seit Anfang des Jahres auch um den deutschen Markt kümmern soll. Der gerade mal 60 Millionen Euro schwere Fonds hat übrigens über zehn Jahre einen Top-Performer wie den "FvS Multiple Opportunities" um rund 50% outperformen können. Der Drawdown im vierten Quartal 2018, der auch um diesen Fonds keinen Bogen machte, war noch im ersten Quartal 2019 wieder aufgeholt. Ergebnis in 2019: Knapp 28% Plus. Ich werde auf diesen Fonds noch zu sprechen kommen.

Freitag, 31.01.2020


Wie gewonnen, so zerronnen. Der DAX notiert wieder unter 13.000 Punkten und jegliche Euphorie hat sich verflüchtigt. So schnell kann es gehen. Die Entwicklung des MBUI sorgte für Tiefenentspannung und das Monatsplus von 0,51% ist deutlich mehr, als man von einem solchen Monat erwarten würde. Das tut gut und fühlt sich gänzlich anders an als die noch deutlich präsente Entwicklung im vierten Quartal 2018. 

Diese wurde im Vortrag von Ariel Bezalel (Manager der "Jupiter Dynamic Bond") während des gerade zu Ende gegangenen Fondskongresses durch eine Übersicht noch mal in Erinnerung gerufen. Hier sind die verschiedenen Assetklassen nach ihrer Performance im jeweiligen Jahr sortiert. In Grün sieht man die Assetklassen, die nach Abzug der US-Inflation positiv performten. Dies schaffte in 2018 (ausschließlich aufgrund der Ergebnisse im vierten Quartal) keine einzige, in 2019 jedoch alle Assetklassen. 



Dies war eine neue Erfahrung, die letztendlich - aber darauf habe ich ja nun schon oft genug hingewiesen - den teilweisen Umbau des MBUI-Portfolios nach sich zog. Dabei gab es nicht einfach einen Kahlschlag unter den im Laufe des Jahres 2019 underperformenden Fonds. Ein gutes Beispiel dafür ist der "Dynamische Mischfonds 1":




In 2018 hatte er - für einen dynamischen MIschfonds durchaus nachvollziehbar - einen Drawdown von 13,27%. Er schloss jedoch aufgrund der dynamischen Entwicklung bis ins dritte Quartal das Jahr 2018 insgesamt mit einem Minus von nur 1,47% ab. Ein außerordentlich gutes Ergebnis in Relation zu den Märkten und zu den Fonds seiner Vergleichsgruppe. Doch in 2019 - spätestens seit Mai - konnte der Fonds mit der Dynamik der Märkte nicht mithalten.

Mit Blick auf den konzeptionellen Ansatz des Fonds war dies jedoch nachvollziehbar, denn man versucht keineswegs, sich an die Spitze neuer Trends zu setzen, sondern wartet lieber ab, ob ein Trend sich etablieren kann. Mit den Wechselbädern der Gefühle kam der Fonds also natur- bzw. konzeptgemäß schwer zurecht. Erst als sich im vierten Quartal ein klarer Aufwärtstrend etablierte, war der Fonds wieder überproportional gut dabei. Eine eher ungewöhnliche Herangehensweise für ein dynamisches Konzept. Auf längere Sicht macht sich der Ansatz jedoch bezahlt, denn über die letzten fünf Jahre performte nur ein einziger global investierender dynamischer Mischfonds besser als der "Dynamische Mischfonds 1", nämlich der "Dynamische Mischfonds 2", den wir seit September im MBUI allokiert haben. 

Im Januar erwischte der "Dynamische Mischfonds 1" mit einem Plus von 3,32% einen guten Start. Er war damit der zweitbeste Performer unter den MBUI-Zielfonds, nur übertrupft vom vor einem Monat eingewechselten "Globalen Aktienstrategiefonds 1", der ein Plus von 3,56% ablieferte.

Marktauftakt: Verpatzt. MBUI-Auftakt: Gut gelungen. So kann es gerne weitergehen.


In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr/Euer Jürgen Dumschat
 

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