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Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch für August 2020 
MBUI-Summer-Feeling ohne Ermüdungserscheinungen 


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,

der MBUI hat im August mit plus 2,73% erneut ein weit überdurchschnittliches Monatsergebnis (genauer gesagt das dritthöchste in seiner Historie) abgeliefert. Dabei wurden die Rücksetzer an den Börsen gut pariert. 14 von 21 Handelstagen beendete der MBUI mit einem Plus (zum Vergleich: Der DAX konnte im August nur 10 Tage mit einem Plus verbuchen). 15 der aktuell 24 Zielfonds liegen seit Jahresbeginn im Plus, 11 davon konnten nach dem Corona-Crash sogar ein neues Allzeithoch markieren. Aber der Reihe nach ...
 
(Alle bisherigen Ausgaben des MBUI-Fondsmanager-Tagebuchs bis hin zum Auflagezeitpunkt des MBUI finden Sie - nach Bestätigung des Disclaimers - auf www.mbui.info/fuer-berater-institutionelle-investoren/fondsmanager-tagebuch.)


Samstag, 01.08.2020


Nach einem für den MBUI sehr erfolgreich verlaufenen Juli wird die Performance-Uhr nun wieder auf null gestellt. Viele Marktteilnehmer orakeln, dass nun ja die Hochphase der saisonalen Schwächperiode näherrückt. Es scheint, als wollten sie schon im Vorfeld sicherstellen, dass ein Einbruch der Börsen nichts mit den schwachen Wirtschaftsdaten. die nicht wirklich zur V-förmigen Erholung dieses wohl außergewöhnlichsten Crashs der Börsengeschichte der letzten Jahrzehnte passen, zu tun haben könnte.

Natürlich schauen Börsianer in die Zukunft. Aber sie erfreuen sich derzeit häufig an Steigerungsraten, die nur für sich genommen gut aussehen. Im Gesamt-Kontext verliert die Magie der Zahlen jedoch ihren Glanz. So zum Beispiel bei den Arbeitslosenzahlen: Natürlich gab es noch nie eine derart hohe Zahl "neuer" Arbeitsplätze in den USA. Schaut man sich die Zahlen aber im Gesamtzusammenhang an, so gibt es keinen Grund für übertriebenen Jubel, zumal die Arbeitslosenzahlen in den USA jüngst schon wieder angestiegen sind.


In Deutschland (und weiten Teilen von Europa) sind die Zahlen ertäglicher, weil das Instrument der Kurzarbeit hilft. Nichtsdestotrotz stieg die Arbeitslosenquote in Deutschland im Juli auf 6,3%. Im März lag sie noch bei 5,1%. Damit waren "nur" 635.000 Arbeitslose mehr als im Juli des Vorjahres gemeldet. Allerdings sind 6,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit - für viele nur eine vorübergehende Rettung, denn die bereits angekündigten Streichungen von Arbeitsplätzen verheißen nichts Gutes.

Für das einzelne Unternehmen wird die Streichung von Erbeitsplätzen oft mit einer Kurssteigerung der Aktie honoriert. Gesamtwirtschaftlich wird jedoch die Binnennachfrage mit höheren Arbeitslosenzahlen in Mitleidenschaft gezogen. Auswirkungen wird es auch bei den Banken geben, die diesmal nicht Auslöser sondern Betroffene der Krise waren bzw. werden. Die unternehmensberatung Accenture rechnet im Kreditsektor mit fast doppelt so hohen Verlusten wie in der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. Alleine für europäische Banken werden sich die Verluste laut Accenture auf bis zu 415 Milliarden Euro belaufen.

Und dann wäre da noch die drohende Insolvenzwelle. Niemand hat aufgrund der zeitweisen Aussetzung der Pflicht zur Insolvenzanmeldung genaue Vorstellungen davon, wie sich die Zahl der Insolvenzen demnächst tatsächlich entwickeln wird. 

Doch solche Argumente werden erst berücksichtigt, wenn das Sentiment kippt. Das könnte der Fall sein, wenn es zu einer "zweiten Welle" mit einem erneuten Shutdown kommt oder wenn sich die Impfstoffentwicklung verzögert oder diese sogar scheitert (wovon wir nicht ausgehen). Dann werden alle längst bekannten Argumente "geschmacksverstärkend" wirken. Aber nun warten wir erst mal ab, was uns der August bringt.

Dienstag, 11.08.2020

Erneut steigt der DAX über die Marke von 13.000 Punkten. Im Gegenzug kam es zu einer kräftigen Korrektur des Goldpreises. Binnen einer Woche sank der Preis um knapp 19%. Das war nach dem steilen Anstieg überfällig, um den Bullenpfad weiter zu gehen. Ich denke, dass die Marke von 2.000 US-Dollar bald wieder zurückerobert werden sollte. An der Allokation des "Dynamischen Edelmetall-Mischfonds 1" wird deshalb nichts verändert, auch wenn dieser wahrscheinlich morgen mit einem heftigen Minus reagieren wird.  

Mittwoch, 12.08.2020

James "Jim" Harris Simons ist einer der bekanntesten und renommiertesten Hedgefonds-Manager überhaupt. Der 1982 gegründete "Renaissance Technologies-Fund" zählt zu den erfolgreichsten Hedgefonds weltweit. Ende 2019 war Simons mit einem Vermögen von 19 Milliarden US-Dollar der zweitreichste Hedgefonds-Manager der Welt. Doch seit Jahresbeginn liegt Simons mit seinem Flaggschifffonds für Aktien zweistellig im Minus. Grund dafür ist laut Handelsblatt, dass die Modelle und Algorithmen von Simons mit der Krise offenbar überhaupt nicht zurechtkommen. Die auffälligen Muster im Markt, die über Jahrzehnte für den systematischen Profit des Fonds verantwortlich waren, sind im derzeitigen Marktumfeld offensichtlich "out of order". Alternative Strategien funktionieren derzeit überwiegend nicht - eine Erfahrung, die wir mit dem MBUI bekanntlich ebenfalls machen mussten, weshalb wir - wie schon mehrfach ausgeführt - die Konsequenzen gezogen haben.

Samstag, 15.08.2020

Die Zahl der weltweit registrierten Corona-Infektionen erreicht einen neuen Höchststand. Die Johns Hopkins-Universität meldet für gestern erstmals weltweit mehr als 300.000 Neuinfektionen an einem einzigen Tag:


Unbeachtet bleibt bei diesen Statistiken (genauso wie bei den RKI-Statistiken in Deutschland), in wie vielen Fällen es tatsächlich zu einem Ausbruch von Covid-19 kommt. Die bei einem Test identifizierten Corona-DNA-Sequenzen können nämlich durchaus von früheren Corona-Viren stammen, die nichts mit Covid-19 zu tun haben. Insofern ist es richtig, dass es mit mehr Tests automatisch mehr gemeldete Infektionen gibt, die jedoch in vielen Fällen nur in der Statistik neu sind, während es sich tatsächlich gar nicht um "Neuinfektionen" handelt.

So kann man den Zahlen auf der Website des Robert Koch-Institutes auch die Anzahl der durchgeführten Tests entnehmen. Setzt man diese in Relation zu den "Neuinfektionen", so wird der unmittelbare Zusammenhang klar: In der KW 24 gab es 2.718 positiv getestete Personen bei unsgesamt 326.645 Tests. Seit der KW 29 steigen die Infektionszahlen - so hören und lesen wir - wieder an. Die Relation zwischen getesteten Personen und dabei erkannten Infektionszahlen ist jedoch nahezu unverändert geblieben.     

Freitag, 21.08,2020

162 Handelstage hat der DAX in diesem Jahr bis einschließlich heute absolviert. An 81 Tagen lieferte er ein Plus ab und an genauso vielen Tagen endete er im Minus. Interessant in diesem Zusammenhang: Der MBUI zählt nur 66 Verlusttage, zweimal blieb sein Anteilspreis unverändert und 94-mal gab es ein Plus gegenüber dem Vortag.


Montag, 24.08.2020

In den USA klettern die Kurse weiter und praktisch im Tagesrhythmus werden neue Rekorde gemeldet. Die Tesla-Aktie kostet vor dem bevorstehenden Aktiensplit mehr als 2.000 US-Dollar, mit Apple überstieg die Unternehmensbewertung letzte Woche erstmals die Hürde von 2 Billionen US-Dollar (wobei die Kapitalisierung der an der Börse gehandelten Aktien "nur" 1,7 Billionen US-Dollar beträgt) und heute Morgen notiert der S&P 500 erstmals über 3.400 Punkten - schon wieder ein neuer Rekord. Zugegeben, die Gewinnsaison verlief bislang besser als erwartet. Dies ändert aber nichts an der zunehmenden Spreizung zwischen Realwirtschaft und Börsenphantasie. 

In den letzten Wochen wurden Millionen von neuen Depots eröffnet. Dank kostenloser Apps wie Robin Hood sehen sich Amerikas Kleinanleger inzwischen zunehmend als Daytrading-Spezialisten. Apple eröffnet heute Morgen mit einem Plus von über 5%. Die Sorgen professioneller Anleger sind verständlich: So, wie es derzeit nach oben geht, so schnell können Panikverkäufe der unerfahrenen Anleger die Märkte in kritischen Phasen abstürzen lassen. Die "Hausfrauen-Hausse" weckt Erinnerungen an das PLatzen der Dotcom-Bubble und des Neuen Marktes. In Europa sind die Aktienmärkte in weniger starker Verfassung. Seit dem 12. August, als dem DAX ein nur kurzer Ausbruch über die 13.000er-Marke gelang, sind die Märkte eher leicht im Abwärts-Modus. Kippt die Stimmung in den USA, so dürfte dies auch für weitere Abwärtsdynamik an den europäischen Märkten und insbesondere Deutschland sorgen. 

Dafür spricht auch der derzeit tendenziell sinkende Goldpreis. Der Anstieg auf ein neues Allzeithoch war getrieben von Kleinanlegern, die möglicherweise nach dem neuen Allzeithoch Gewinne mitgenommen haben, um sie in die vermeintlich nun ertragsstärkeren Aktienmärkte zu investieren. Wir lassen die Position unseres "Dynamischen Edelmetall-Mischfonds 1" trotzdem unverändert, denn wenn die Aktienkurse tatsächlich stärker absacken, sollte der Goldpreis wieder deutlich anziehen. Zudem haben wir am Freitagmorgen die DAX-Absicherung um gut die Hälfte erhöht. Unmittelbar nach Kauf der zusätzlichen Double-Short-ETF-Anteile drehte der DAX ins Minus und bescherte dem MBUI so einen kleinen Zusatzgewinn. Heute Morgen mobilisieren die Bullen jedoch alle Kräfte, um den DAX wieder ansteigen zu lassen. Die 13.000 Punkte sind zur Eröffnung  auf einmal wieder in Sichtweite und werden im Laufe des Vormittags auch elegant genommen und tatsächlich über den Tag gerettet (Schlusskurs = 13.066,54 Punkte). 

Donnerstag, 27.08.2020

Gestern startete die Hidden Champions Tour in Frankfurt. Es ist die erste seit dem Shutdown durchgeführte größere Roadshow, die als Präsenzveranstaltung durchgeführt ist. Ein weiteres Indiz für die Normalisierung, wobei ich nach wie vor bezweifle, dass der auf den 10./11.05.2021 verlegte Fondskongress in Mannheim wie gewohnt stattfinden wird. Aber wir werden sehen.

Auch andere Bereiche der Wirtschaft normalisieren sich. Dies ist umso bemerkenswerter, als aus dem Hilfsprogramm mit geplant 24,6 Milliarden Euro Überbrückungshilfen für kleinere und mittlere Unternehmen aktuell erst 1% (!) ausgezahlt worden ist. Im Rahmen des 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets ist von elf Maßnahmen überhaupt erst eine durch die EU-Kommission  abgesegnet worden; zehn warten noch auf eine Entscheidung bzw. wurden von der Bundesregierung noch gar nicht in Brüssel vorgelegt. Der "Wumms" erreichte die Schlagzeilen, nicht aber die eigentliche Zielgruppe. Die hilft sich offensichtlich selbst. In dem am Dienstag der Woche veröffentlichten ifo-Geschäftsklimaindex sind die Geschäftserwartungen so hoch wie seit Mai 2018 nicht mehr. Das "V" ist deutlich vollkommener als das des noch nicht völlig erholten DAX, der sich nach wie vor mit einem nachhaltigen Überwinden der Marke von 13.000 Punkten schwer tut.



Montag, 31.08.2020

Die NAAIM ist die National Association of Active Investment Managers. Der NAAIM Exposure Index zeigt aktuell einen Nettoinvestititionsgrad von 106,56%. Höher lag der Wert zuletzt Ende 2017. Es folgte das verlustträchtige Jahr 2018. Bei einem Investitionsgrad von über 100% sind die Chancen des Aktienmarktes in der Regel begrenzt. Schließlich sind ja schon alle investiert. Schauen wir mal, ob in Corona-Zeiten wirklich alles anders ist. 

Die MBUI-Allokation blieb - mit Ausnahme der erwähnten Aufstockung der DAX-Absicherung über den "2x Short-DAX-ETF" - in diesem Monat völlig unverändert. Mit der erhöhten Absicherung fühlen wir uns ganz wohl. Bis zum Ende des Monats hat uns die erhöhte Absicherung kein Geld gekostet, jedoch wurde das Auf und Ab des DAX etwas mehr geglättet. Dazu eine interessante Grafik, in der die kurzfristigen Rückschläge des DAX der Entwicklung des MBUI (jeweils grau unterlegt) gegenübergestellt sind. In  den Phasen mit den sechs größten Rückgängen des DAX hat der MBUI in drei Fällen nur wenig verloren und dreimal sogar hinzugewonnen:

    

Natürlich tritt der MBUI nicht an, um den DAX zu schlagen. Die taktische Ausrichtung trägt aber offensichtlich erste - und gute - Früchte. So sind wir verständlicherweise auch mit der Entwicklung im August sehr zufrieden. Ein Plus von 2,73% ist beachtlich und es gibt auch in diesem Monat wieder eine Reihe von Topsellern, die wir hinter uns lassen konnten (auch dies ist kein dauerhaftes Ziel, sondern lediglich die Bestätigung, dass wir mit der taktisch bestimmten Ergänzung der strategisch ausgerichteten Basis durchaus auf dem richtige Weg sind. Sämtliche MBUI-Zielfonds (mit Ausnahme des "2x Short-DAX-ETF", den wir aber in der Rubrik "Absicherungen" im taktischen Portfolio verbuchen) haben im August positiv performt. Die Details gibt es wie immer im Monatsbericht.

Warten wir also ab, was der "Horrormonat" September für uns parat hält. 


In diesem Sinne bis zum nächsten Mal
Ihr/Euer Jürgen Dumschat

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