Mehrwertphasen Balance Plus ... neue Allzeithochs am laufenden Band

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,
vor einem Monat schrieben wir an dieser Stelle, dass nicht auszuschließen ist dass der September dem klassischen saisonalen Muster noch gerecht wird, nachdem in den Monaten Mai bis August einen Wertzuwachs 8,24% erzielt werden konnte. Gleich zu Anfang des Monats September stellten wir die Weichen für eine - zunächst nur geringfügig - defensivere Ausrichtung des MBplus-Portfolios. Das Netto-Aktienexposure wurde um 7% reduziert (Details siehe unten).
Was wir mit dieser Fondsaufstellung, die im langfristigen Vergleich für den MBplus immer noch eher als chancenorientiert gilt, im September bewegten, hätte Anfang des Monats wohl kaum jemand für möglich gehalten. An sage und schreibe 16 der insgesamt 22 Handelstage im September verbesserte der MBplus sein Allzeithoch. Am Ende des Monats stand mit 4,76% ein Wertzuwachs, wie ihn der MBplus bislang noch nicht erlebt hat. Seit Jahresbeginn stehen nun 9,47% Plus zu Buche, obwohl zunächst ein im Frühjahr erlittener Drawdown von 10,52% ausgeglichen werden musste.
Auf eine erneute Grafik mit dem Vergleich mit den nach wie vor aktuellen Topsellern können wir wohl verzichten. Der Abstand hat sich gegenüber dem Vormonat vergrößert - seit Jahresbeginn bspw. auf 10,37% (!) gegenüber dem "FvS Multiple Opportunities II", der inzwischen übrigens auch seit dem 15.12.2020 (Auflagetermin der RA-Anteilklasse) vom MBplus überflügelt wurde.
Doch weiter mit dem Monatsbericht:
| Im September war nun sicher nicht von Euphorie gekennzeichnet. Weitere Zinssenkungen - in den USA wie in Europa - werden wohl vorerst verschoben. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten belasten weiter. Die Wirtschaft stottert und die nachträglich nach unten korrigierten Arbeitslosenzahlen (USA) oder Wirtschaftsdaten (Deutschland) erfreuen niemanden. Noch hält die trotzdem gute Stimmung ... doch wie lange? |
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Der US-Dollar verringerte seinen Wert gegenüber dem Euro erneut, wenn auch nur um 0,45%. So rangierte der MBplus Im Vergleich zu den wichtigsten Indices im September ganz oben. Das ist eigentlich nicht die Rolle des MBplus, der vordringlich auf Verlustreduktion in schweren Zeiten setzt. Es zeigt aber, wie gut die vier Sub-Portfolios des MBplus einander bei "klarer Sicht" ergänzen können.
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Welchen Beitrag die in den vier Portfolien des MBplus enthaltenen Zielfonds zum Monatsergebnis leisteten, zeigt die folgende Übersicht zur Performance-Attribution:
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Im September wurde nur wenig an der Portfoliozusammenstellung geändert. Tatsächlich gab es in den letzten drei Monaten nur fünf Transaktionen, die allesamt im September stattfanden. Im Strategischen Basis-Portfolios (BP) blieb auch im dritten Monat in Folge alles unverändert. Das BP atmet mit den Märkten jedoch mit sehr gebremster Amplitude. Im Schnitt 1,5% ist ein solides Monatsergebnis, doch es stellt auch klar, dass die Kombination mit den anderen Potrfolien für einen deutlich höheren Ertrag gut ist. Spitzenreiter war der "Flexible MIschfonds 4", der mit seinem Contrarian Value-Ansatz ein Plus von 3,93% erzielte Nach einer Verschnaufpause waren nun auch wieder die beiden Long/Short-Aktienfonds erfolgreich. Beide verstanden es, ihre Long Bias-Möglichkeiten zu nutzen. Der "Long/Short-Technologiefonds 2" legte 2,88% zu. Der "L/S-Aktienfonds Europa (Long Bias) 1" folgte mit 1,72%. Während der "Contrarian-Value-Aktienfonds 2" mit 1,42% Plus den dritten Platz belegte, gab es für den "Contrarian-Value-Aktienfonds 1" diesmal nur die rote Laterne, wobei das Minus allerdings nur 0,09% betrug.
Im Options-Fonds-Portfolio (OFP) gab es wieder mehr Bewegung, was auch ein Zeichen für zunehmende Nervosität ist. Früher hätte man davon ausgehen können, dass die Endphase der Hausse in greifbarer Nähe ist. Zölle, Arbeitsmarktdaten, schwache Wirtschaftsdaten, tendenziell eher wieder steigende Inflation, Mega-Verschuldung vieler Staaten, schwacher Dollar ... die Liste ließe sich fortsetzen. Die OFP-Fonds reagieren berechenbar und so ist auch klar, dass den guten Monatsergebnissen des "Nasdaq-Strategiefonds 1" (plus 4,79%) und des "Long Vola-Strategiefonds 1" (plus 4,41%) der Verlust beim "Optionsprämien-Strategiefonds 1" (minus 2,10%) gegenübersteht. Insgesamt ist das OFP nach dem vergleichsweise herben Einbruch in Folge des "Liberation Days" wieder im Mehrwert-Modus.
Das herausragende Monatsergebnis des MBplus wurde jedoch maßgeblich vom Taktischen Opportunitäts-Portfolio (TOP) bestimmt. Die TOP-Fonds erzielten im Schnitt mit fast 16% Plus ein Monatsergebnis, das in anderen Zeiten als gutes Jahresergebnis durchgehen könnte. Allen voran der volumenstärkste Zielfonds des TOP: Der "Dynamische Edelmetall-Mischfonds 1" legte 27,94% zu - in etwa so viel, wie der in Euro umgerechnete Anstieg des Goldpreises in den ersten drei Quartalen. Am Super-Ergebnis des "Quantencomputer-Aktien-ETF 1" (plus 22,35%) hat der MBplus noch nicht partizipieren können. Der Fonds wurde erst am 26. des Monats ins TOP aufgenommen.
Anfang des Monats hatten wir den "Smart Energy-Aktienfonds 1" auf die Reservebank geschickt. Er hat beste Chancen, wieder eingewechselt zu werden. Momentan besteht aber kein Bedarf, die Aktienquote zu erhöhen. Die Position des "Dynamischen Edelmetall-Mischfonds 1" wurde Anfang des Monats um 1,5% (bezogen aufs MBplus-Volumen) verringert. Bis zum Monatsende machte sein Volumen schon wieder mehr als 9% aus. Auch der zweite Gold-Fonds legte kräftig zu. Der "Goldsektor-Aktienfonds 1" war am Monatsende 22,25% mehr wert als zum Beginn des Monats.
Während der Bitcoin - unter heftigen Schwankungen - im September nur 4,5% (in Euro) zulegte, verdiente der "Blockchain-Technologiefonds 1" mit 16,38% mehr als dreimal so viel. Nur ein einziger Fonds des TOP lag zum Monatsende im Minus: Der "Small & MId Cap-Aktienfonds 1" litt unter der anhaltenden Underperformance europäischer Mid & Small Cap-Aktien. Er beendete den Monat mit 2,39% Verlust.
Ausschließlich Verluste gab es auch im Taktischen Absicherungs-Portfolio (TAP). Hier hatten wir Anfang des Monats jeweils 1% in den "2 x Short S&P 500-ETF" und den "2x Short EuroSTOXX 50-ETF" investiert. Die Absicherung war - im Nachhinein betrachtet - unnötig und kostete für den S&P 500 5,26% und für den EuroSTOXX 50 6,22%, der damit das schlechteste Ergebnis aller MBplus-Zielfonds ablieferte.
Hier die Performance aller per Ende letzten Monats allokierten Zielfonds im Überblick (bitte beachten, dass die im Laufe des Monats verkauften Fonds in der Grafik per Ende des Monats nicht mehr enthalten sind):

In den Top 5-Positionen zeigen wir Ihnen das Volumen des OFP insgesamt, um auch die vier nächstplatzierten Fonds noch zeigen zu können.
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An den Top-Allokationen hat sich außer den Nachkommastellen aufgrund unterschiedlicher Performance so gut wie gar nichts geändert . Den Bakersteel-Fonds werden wir wohl im nächsten Monat erneut stutzen müssen.
> Options-Fonds-Portfolio (37,17%) > Bakersteel Precious Metals (9,08%) > Q-FDS - Global Value Fund EUR I (8,09%) > Schroder GAIA Contour Tech Equity USD (4,14%) > Huber Portfolio (4,09%)
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Für bestehende Investoren (gemeint sind hier ausschließlich Investment-Professionals) legen wir auf Nachfrage gerne die gesamte Allokation unverschlüsselt offen. Schreiben Sie einfach eine kurze Mail an juergen.dumschat@mbui.info.
Bei allen noch offenen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Wenden Sie sich einfach an einen der drei LORIAC-Kollegen (siehe Kontaktdaten unten). Gerne nehmen wir uns ausführlich Zeit für Ihre Fragen und Anregungen. Bis zum nächsten Monat ... bleiben Sie gesund!
Mit besten Grüßen
Jürgen Dumschat LORIAC Low Risk Asset Control GmbH Rechtenbacher Str. 18 35510 Butzbach
Fon: +49 (6033) 74627-0 Fax: +49 (6033) 74627-10 juergen.dumschat@mbui.info
Weitere Informationen und Presseartikel sowie die aktuellen Factsheets zu beiden Anteilsklassen finden Sie auf der MBUI-Website.
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