Mehrwertphasen Balance Plus ... 6,10% Plus in zwei Monaten lassen uns vorsichtiger werden

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,
die Rallye des MBplus setzte sich auch im Februar fort. Der zehnte positive Monat in Folge steigerte das Ergebnis seit Anfang Mai letzten Jahres auf 24,58%. Das ist ist mehr als das Dreifache dessen, was wir als ein sehr gutes Jahresergebnis bezeichnen würden. Solche Phasen sind stets die Vorboten einer kräftigen Korrektur oder gar - auch wenn sich das aktuell die wenigsten Marktteilnehmer vorstellen können - einer handfesten Baisse. Leider erfolgen Krisen zwar oft mit Ansage, doch den genauen Termin, wann sie ausbrechen, weiß niemand. Oft sind es nichtige Anlässe, die das Fass zum Überlaufen bringen. Wer nicht verängstigt - und vielleicht viele Monate lang - auf der Park-Bank (sprich: im Geldmarkt) verweilen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass ihn der meist heftige Ausbruch der Krise zunächst mal erwischt. Doch Anlässe zu extremer Vorsicht gibt es seit vielen Monaten. Hätten wir uns zu über übermäßiger Vorsicht verleiten lassen, statt auf Sentiment und Momentum zu achten, hätten wir die Entwicklungen in den letzten Monaten, die dem MBplus ein gutes Polster verschafften, versäumt. So ist das denkbare "Hineinschliddern" in eine Krise erträglicher gestaltet.
Keine Frage: Wir halten an den Zielen des MBplus fest. Auf mittlere Sicht wollen wir eine vernünftige Relation von Chance (Performance) und Risiko (Drawdowns und Underwaterphasen), wobei nicht die Performanceerzielung, sondern die Risikominimierung im Vordergrund steht. Wer in den MBplus investiert, sollte mit dieser Zielsetzung im Einklang stehen und sich nicht nur an der Entwicklung der letzten Monate orientieren. Wer investiert, kauft die Zukunft. Vertrauen - dessen sind wir uns bewusst - erwerben wir nicht durch gute Partizipation in der Hausse, sondern durch geringe Partizipation in der Baisse. Eine solche wird viele Fonds in den Anlegerdepots früher oder später erwischen.
| Während die europäischen Märkte weiter zulegten, setzen die US-Börsen ihren Seitwärtstrend fort. So legten der EuroSTOXX 50 TR und der DAX 40 TR um 3,31% bzw. 3,04% zu, während der S&P 500 0,87% abgab. Der Nasdaq Composite, der im Januar nur ein marginales Plus verbuchen konnte, lag im Februar mit 3,38% im Minus. Der US-Dollar verbesserte das Ergebnis für den Euro-Anleger nur marginal (plus 0,33%). Insgesamt ein recht durchwachsener Monat. |
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Somit lag der MBplus auch im zweiten Monat des Jahres wieder gut im Rennen. Aber auch auf Jahressicht muss er sich nicht verstecken - im Gegenteil: Über die letzten zwölf Monate entwickelte er sich besser als die maßgeblichen europäischen Indices. Berücksichtigt man, dass der US-Dollar über dieses zwölf Monate rund 12% verlor, dann liegen die US-Indices für den Euro-Anleger ebenfalls weit hinter dem MBplus - dies bei bestenfalls halbierter Aktienquote. |
Welchen Beitrag die in den vier Portfolien des MBplus enthaltenen Zielfonds zum Monatsergebnis beisteuerten, zeigt die folgende Übersicht zur Performance-Attribution:
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Möglich werden solche Ergebnisse durch die sorgfältige Selektion der Zielfonds-Manager. Die verschiedenen Themen kann ein einzelner Mischfonds-Manager oder auch ein kleines Management-Team nicht alle abdecken. Die Besten in den jeweilgen Anlagesegmenten auszusuchen, lohnt sich unterm Strich, zumal die Realisierung von Gewinnen durch Verkauf in der Dachfonds-Struktur die sofortige Zahlung der Abgeltungssteuer - je nach Verkaufzeitpunkt des MBplus - weit in die Zukunft verschiebt.
Das Strategische Basis-Portfolio (BP) ließen wir unverändert. Der im Januar erneut allokierte "Flexible Mischfonds 3" hat im Februar 8,70% Performance abgeliefert. Er war damit der erfolgreichste Fonds im BP. Seit Kauf am 08. Januar dieses Jahres hat der Fonds 17,08% zugelegt. Der "Contrarian Value-Aktienfonds 2" (plus 5,75%) und der "Long/Short-Technologiefonds 2" (plus 4,22%) belegten die Plätze 2 und 3 im Monatsranking.
Das seit Anfang letzten Monats 12 Fonds umfassende Options-Fonds-Portfolio (OFP) konnte im Februar vor allem Ruhe in die Wertentwicklung bringen. Acht der zwölf Fonds konnten mit ihren nur marginalen Monatsgewinnen die Verluste der beiden Nasdaq-Strtategiefonds nicht ganz kompensieren, so dass das OFP unterm Strich ein Minus von 0,49% verbuchte.
Das Gros der Performance lieferte einmal mehr das Taktische Opportunitäts-Portfolios (TOP), in dem es nur drei Änderungen gab: Gleich zu Beginn des Monats kauften wir erneut den "Indien-Aktienfonds 1". Neben den Emerging Markets aus der zweiten Reihe lässt vor allem Indien hohes Wirtschaftswachstum erwarten, nachdem der chinesische Konjunkturmotor zu stottern beginnt. Mitte des Monats verkauften wir den "Small & MidCap-Aktienfonds 1", der in den rund sieben Monaten seit Allokation per Saldo 1,5% verlor, nachdem er zwischenzeitlich schon wesentlich tiefer abgerutscht war. Stattdessen stockten wir den "Next Generation-Schwellenländer-Aktienfonds 1" auf. Sein Anteil am Fondsvolumen liegt nun bei knapp 7,5%,
Die größten Performance-Lieferanten waren der "Goldsektor-Aktienfonds 1" (plus 19,97%), der "Strategische Metalle und Seltene Erden-ETF" (plus 12,21%) und der "Globale Energie-ETF 1" (plus 8,97%). Auf der Verlieferseite fanden sich lediglich der "Quantencomputer-Aktien-ETF 1" (minus 1,45%) sowie der "Blockchain-Technologiefonds 1" (minus 6,43%).
Gleich zu Beginn des Monats reaktivierten wir das Taktische Absicherungs-Portfolio (TAP). Jeweils rund 2% investierten wir in den "2 x Short S&P 500-ETF" und den "2 x Short-DAX-ETF". Angesichts der schwächeren Entwicklungen in den USA erhöhten wir Mitte des Monats die Absicherung auf den S&P 500 um weitere 2%, so dass wir für den Rest des Monats die Netto-Aktienquote um 12% abgesenkt war. Während wir mit dem "2 x Short S&P 500-ETF" ein Plus von 2,55% erzielten, beendete der "2 x Short-DAX-ETF" den Monat mit minus 5,42%.
Hier die Performance aller per Ende letzten Monats allokierten Zielfonds im Überblick:

Hier die fünf Top-Positionen des MBplus-Portfolios per Ende Februar:
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Zurück im Top 5-Ranking ist der aufgestockte Redwheel-Fonds. Der Quantex-Fonds (im Hardclosing) fiel auf den vierten Platz zurück. Die Top 5-Fonds machen damit 34,61% des MBplus-Portfolios aus.
> Bakersteel Precious Metals (8,16%) > Konwave Gold Equity Fund (7,60%) > Redwheel Next Generation EM Equity (7,47%) > Q-FDS - Global Value Fund EUR I (7,08%) > Incrementum All Seasons (4,30%)
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Für bestehende Investoren (gemeint sind hier ausschließlich Investment-Professionals) legen wir auf Nachfrage gerne die gesamte Allokation unverschlüsselt offen. Schreiben Sie einfach eine kurze Mail an juergen.dumschat@mbui.info.
Bei allen noch offenen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Wenden Sie sich einfach an einen der drei LORIAC-Kollegen (siehe Kontaktdaten unten). Gerne nehmen wir uns ausführlich Zeit für Ihre Fragen und Anregungen. Bis zum nächsten Monat ... bleiben Sie gesund!
Mit besten Grüßen
Jürgen Dumschat LORIAC Low Risk Asset Control GmbH Rechtenbacher Str. 18 35510 Butzbach
Fon: +49 (6033) 74627-0 Fax: +49 (6033) 74627-10 juergen.dumschat@mbui.info
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