Mehrwertphasen Balance Plus ... erstes Monatsminus seit April 2025 ... ytd aber noch im Plus

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Mehrwertphasen-Strategie,
der Monat begann mit einem Paukenschlag. Obwohl wir auf problematische Entwicklungen im Nahen Osten vorbereitet waren, so hat die "koordinierte Wucht" des Angriffs der USA und Israels doch überrascht. Die Börsen reagierten zunächst vergleichsweise gelassen, bis sich schon nach wenigen Tagen die Erkenntnis - oder zumindest die Befürchtung - durchsetzte, dass es sich hier wohl nicht nur um einen kurzen Militärschlag handeln dürfte. Der DAX, der nur wenige Wochen zuvor die Marke von 25.000 Punkten geknackt hatte, verlor - ausgehend von seinem Höchststand - rund 3.300 Punkte, ehe sich in den letzten Tagen des Monats (zunächst) Entspannung andeutete.
| Der DAX stand zum Monatsende 8,55% tiefer als zu Monatsbeginn. Der EuroSTOXX 50 TR verlor mit 9,18% noch mehr. Die US-Börsen reagierten gelassener. Der S&P 500 verlor nur 5,13%, für den Nasdaq 100 endete der Monat mit 4,06% Verlust (Euro-Anleger konnten gut 2% Dollar-Kursgewinn von diesen Verlusten abziehen). Härter traf es die asiatischen Indices, denn 80% des durch die Straße von Hormus transportierten Öls gehen nach China, Indien und weiteren asiatischen Staaten. |
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Der MBplus beendete das erste Quartal mit einem Plus von 0,85%, während die meist milliardenschweren Topseller, zu denen inzwischen auch wieder die Fonds von Ethenea und Carmignac gehören, seit Jahresbeginn durchweg im Minus liegen. Der Abstand zum "ACATIS Value Event" beträgt dabei mehr als 7%. Der MBplus schaffte es aber auch, fünf der sechs in der Grafik verglichenen Fonds über fünf Jahre outzuperformen. |
Welchen Beitrag die in den vier Portfolien des MBplus enthaltenen Zielfonds zum Monatsergebnis beisteuerten, zeigt die folgende Übersicht zur Performance-Attribution:
Nach zehn Monaten mit ausschließlich positiven Ergebnissen nun einer der dunkelsten Monate in der Fondshistorie. Die Entwicklungen im Nahen Osten boten keinerlei Orientierung, wie es weiter gehen könnte. Ultimaten wurden angekündigt und wieder verworfen, die Passierbarkeit der Straße von Hormus wurde widerrufen, ehe die ersten Schiffe sie durchfahren konnten und doch wurde jeder Strohhalm genutzt, um die Kurse nach oben zu bringen. "Aktionismus" war in solchen Marktphasen selten die beste Lösung.
Das Strategische Basis-Portfolio (BP) ließen wir weitgehend unverändert. Lediglich der "Globale Value-Aktien ETF 1" wurde gleich zum Monatsbeginn verkauft.
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Den Gegenwert nutzten wir zur Aufstockung des "Flexiblen Mischfonds 3". Der Fonds war mit seiner Fokussierung auf Edelmetalle und Rohstoffe sowie mit seiner Long/Short-Steuerung der Aktienquote schon in 2022 einer der wenigen Mischfonds mit positivem Ergebnis. Seit Jahresbeginn hat er uns bereits fast 22% Plus beschert. Wir gehen davon aus, dass er die aktuelle Situation besser meistert als der ausgetauschte Fonds. |
Bis zum Monatsende verlor er lediglich 1,84%, denn auch hier musste mehr im Nebel gestochert werden als fundierte Entscheidungen umzusetzen. Immerhin war er damit der zweitbeste Fonds des BP. Getoppt wurde er lediglich vom "L/S-Aktienfonds Europa (Long Bias) 1", der den März trotz seines Long Bias mit 0,64% Plus abschließen konnte. Alle anderen Basis-Fonds beendeten den Monat mit einem Minus. Am schlimmsten erwischte es den "Contrarian-Value-Aktienfonds 2" (minus 7,09%) sowie den ebenfalls nach Contrarian-Prinzipien gesteuerten "Flexiblen Mischfonds 4" (minus 4,26%). Dass die Gründe für diese Ergebnisse nicht am schlechten Management der Fonds lagen, zeigt sich daran, dass auch der "Contrarian-Value-Aktienfonds 1" im März ein Minus von 3,69% erlitt. Dass alle drei Manager pötzlich gleichzeitig aus der Form gefallen waren, können wir wohl ausschließen.
Das seit Anfang desa Jahres 12 Fonds umfassende Options-Fonds-Portfolio (OFP) konnte im März erneut zur Beruhigung der Wertentwicklung beitragen. Neun der zwölf Fonds beendeten den Monat jedoch mit einem Minus in der Bandbreite von minus 0,05% bis minus 4,97%. Insgesamt lag das Minus des OFP jedoch bei lediglich 1,02%. Es war der zweite Monat in Folge mit einem Minus. Bislang (der Backtest des OFP mit der gleichgewichteten Investition aller Fonds geht bis zum 02.01.2020 zurück) gab es niemals mehr als zwei Negativ-Monate hintereinander. In allen Fällen gab es in der Folge einen umso höheren Wertzuwachs. Hoffen wir, dass es auch im April so sein wird. Veränderungen an der Zusammensetzung des OFP nahmen wir nicht vor.
Das Taktische Opportunitäts-Portfolios (TOP) kam buchstäblich unter die Räder. Die Performance-Grafik der Zielfonds (siehe unten) zeigt es schonungslos. Gleich zu Beginn des Monats eliminierten wir den "China-Technology-ETF 1" sowie den "Indien-Aktienfonds 1". China und Indien sind von der Schließung der Straße von Hormus am meisten betroffen, denn ihre diese Passage durchlaufenden Öltransporte machen rund 10% der weltweiten Ölförderung aus. Auch der "Quantencomputer-Aktien-ETF 1" stand auf der Verkaufsliste. Nachdem das Thema in jüngster Zeit so erfolgreich gelaufen war, könnten Anleger, die Liquidität benötigten oder aufbauen wollten, am ehesten bei den stark im Plus stehenden Investitionen zugreifen.
Letzteres gilt sicher auch für die beiden Gold-Fonds. Hier wollten wir jedoch investiert bleiben, da sich mit jedem Rückgang des Goldpreises die Kennzahlen für die Goldminenaktien sowie die ansonsten in der Wertschöpfungskette tätigen Gesellschaften verbesserten. Hier könnten wir einen kräftigen Turnaround verpassen, weshalb wir einfach investiert blieben. Das sah am Monatsende allerdings alles andere als schön aus, denn beide Fonds lagen am Monatsende mit gut 19% im Minus. Auch der "Strategische Metalle und Seltene Erden-ETF" verlor kräftig (minus 14,81%). Auf der Gewinnerseite fand sich hingegen erwartungsgemäß der "Globale Energie-ETF 1", der einen Zugewinn in Höhe von 17,51% verbuchte.
Gleich zu Beginn des Monats rüsteten wir das Taktische Absicherungs-Portfolio (TAP) auf. Der "2 x Short S&P 500-ETF" machte jetzt knapp 7% des MBplus-Portfolios aus. Der "2 x Short-DAX-ETF" wurde auf knapp 5% aufgestockt. Damit verringert sich das Aktienexposure um ca. 23%. Es betrug nun nur noch ca. 32%.
Am 10. März deutete sich Entspannung an. Auch wenn wir nicht zu denen gehören, die glaubten, es sei bald alles vorbei, so reduzierten wir doch die Absicherungen über die Double Short-ETF's wieder auf den Stand von Ende Februar. Zunehmend setzte sich dann jedoch die Einschätzung durch, dass die Folgen des Irankrieges - selbst wenn er kurzfristig beendet werden könnte - Auswirkungen auf Inflation und Zinsen haben werden. Deutschland wäre aufgrund der größeren Abhängigkeit von Energieimporten stärker betroffen als die USA. Zudem warten die US-Unternehmen wohl einmal mehr mit guten Quartalszahlen auf. Am 20.03. erhöhten wir deshalb die Quote des Double Short-ETF's auf den DAX wieder auf 4,2%.
Am 23. März ergänzten wir das TAP dann noch mit dem "2x Short Bundesanleihen-ETF", mit dem wir zweifach gehebelt auf einen Anstieg der Zinsen in Deutschland setzen.
Insgesamt konnten wir mit den Aktionen im TAP einen Deckungsbeitrag von 0,70% für den MBplus erwirtschaften. Die drei Double Short-Fonds erzielten neben dem "Globalen Energie-ETF 1" die besten Ergebnisse unter allen Zielfonds. Hier die Performance aller per Ende letzten Monats allokierten Zielfonds im Überblick:
Abgebildet ist nur die Wertentwicklung der Fonds, die zum Monatsende allokiert waren. Die Wertentwicklung von Fonds, die im Laufe des Monats ge- oder verkauft wurden, sind in dieser Grafik deshalb ebenso wenig berücksichtigt wie die Gewichtung der Fonds.
Hier die fünf Top-Positionen des MBplus-Portfolios per Ende Februar:
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Zurück im Top 5-Ranking ist der aufgestockte Redwheel-Fonds. Der Quantex-Fonds (im Hardclosing) fiel auf den vierten Platz zurück. Die Top 5-Fonds machen damit 34,61% des MBplus-Portfolios aus.
> Bakersteel Precious Metals (8,16%) > Konwave Gold Equity Fund (7,60%) > Redwheel Next Generation EM Equity (7,47%) > Q-FDS - Global Value Fund EUR I (7,08%) > Incrementum All Seasons (4,30%)
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Für bestehende Investoren (gemeint sind hier ausschließlich Investment-Professionals) legen wir auf Nachfrage gerne die gesamte Allokation unverschlüsselt offen. Schreiben Sie einfach eine kurze Mail an juergen.dumschat@mbui.info.
Bei allen noch offenen Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, Wenden Sie sich einfach an einen der drei LORIAC-Kollegen (siehe Kontaktdaten unten). Gerne nehmen wir uns ausführlich Zeit für Ihre Fragen und Anregungen. Bis zum nächsten Monat ... bleiben Sie gesund!
Mit besten Grüßen
Jürgen Dumschat LORIAC Low Risk Asset Control GmbH Rechtenbacher Str. 18 35510 Butzbach
Fon: +49 (6033) 74627-0 Fax: +49 (6033) 74627-10 juergen.dumschat@mbui.info
Weitere Informationen und Presseartikel sowie die aktuellen Factsheets zu beiden Anteilsklassen finden Sie auf der MBplus-Website.
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